Leichter Anstieg im Februar

16. März 2009, 11:54
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Billigerer Sprit drückte die Jahres-Teuerung auf 1,3 Prozent, der Bereich "Wohnung, Wasser und Energie" war Hauptpreistreiber

Wien - Die Inflation ist im Februar in Österreich wieder leicht angestiegen. Nach Berechnung der Statistik Austria betrug die Teuerungsrate 1,3 Prozent im Jahresabstand, nach 1,2 Prozent im Jänner. Treibstoffe und Heizöl waren deutlich billiger als vor einem Jahr. Ohne diese Preisrückgänge hätte die Rate 2,3 Prozent betragen. Hauptpreistreiber waren Wohnen, Nahrungsmittel und Versicherungen.

Gegenüber dem Vormonat Jänner erhöhte sich das Preisniveau im Februar um 0,4 Prozent; im Vormonat war es um 0,5 Prozent gesunken.

Die für die Euro-Zone errechnete harmonisierte Inflationsrate (HVPI) Österreichs lag im Februar bei 1,4 Prozent, nach 1,2 Prozent im Jänner; im Monatsabstand erhöhte sich der HVPI um 0,5 Prozent.

Der Preisindex für Pensionisten-Haushalte legte mit 1,8 (1,7) Prozent erneut etwas stärker zu als der allgemeine VPI; im Monatsabstand stieg der Pensionisten-Preisindex um 0,6 Prozent.

Die Preise laut dem Index für den privaten Pkw-Verkehr verringerten sich im Jahresabstand um -4,7 (-5,2) Prozent; im Monatsabstand wurde ein Anstieg um 0,6 Prozent verzeichnet.

Preisdämpfer Treibstoffe, Heizöl

Der Bereich "Wohnung, Wasser und Energie" war im Februar mit durchschnittlich 2,5 Prozent Preisanstieg der Hauptpreistreiber im Jahresabstand und verursachte ein Drittel der Jahresinflation in Österreich. Dafür waren überwiegend Preissteigerungen bei der Instandhaltung von Wohnungen (+5,9 Prozent) verantwortlich, was laut Statistik Austria hauptsächlich auf Material für Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen zurückzuführen war (+7 Prozent).

Wohnungsmieten waren im Schnitt 3,6 Prozent höher als vor einem Jahr. Haushaltsenergie verteuerte sich insgesamt nur um 0,8 Prozent, da die Preisanstiege für Gas (+15 Prozent), Strom (+5 Prozent) und Fernwärme (+4 Prozent) durch starke Preisrückgänge bei Heizöl (-24 Prozent) größtenteils kompensiert wurden. Ohne diese Verbilligungen bei Heizöl wäre die Gesamtinflation 0,2 Prozentpunkte höher gewesen.

Für ein Viertel der Jahresinflation waren "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" (+3,3 Prozent) verantwortlich, dabei hauptsächlich Preisanstiege bei Versicherungsdienstleistungen (+2,9 Prozent). Haushaltspolizzen verteuerten sich um 5 Prozent (Eigenheimbündel +6 Prozent), Privatkrankenverträge um 3 Prozent. Um 3,5 Prozent mehr kostete Körperpflege, Schmuck und Uhren sogar um 10 Prozent.

"Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" wurden 2,2 Prozent teurer und verursachten ein Fünftel der Inflation. Hauptverantwortlich waren v.a. die um 2,2 Prozent teureren Nahrungsmittel. Preistreiber waren hier Gemüse (+11 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (+3 Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (+3 Prozent) sowie Zucker, Marmelade, Honig und Süßwaren (insgesamt +6 Prozent; darunter Vollmilchschokolade +14 Prozent).

Preisdämpfer Molkereiprodukte

Preisdämpfer waren im Jahresabstand Molkereiprodukte und Eier (durchschnittlich -4 Prozent; Vollmilch und Schlagobers je -12 Prozent, Eier -1 Prozent), Obst (-2 Prozent), sowie Öle und Fette (insgesamt -3 Prozent; Butter -21 Prozent, jedoch sortenreines Pflanzenöl +19 Prozent). Alkoholfreie Getränke waren im Jahresabstand um 2,4 Prozent teurer, Grund hier der 14 Prozent teurere Kaffee.

Der bei weitem stärkste Preisdämpfer im Jahresabstand war die Ausgabengruppe "Verkehr" (durchschnittlich -4,4 Prozent). Dafür waren fast ausschließlich starke Preisrückgänge bei Treibstoffen verantwortlich (insgesamt -20 Prozent; Diesel -19 Prozent, Super- und Normalbenzin je -20 Prozent). Ohne diese Verbilligungen wäre die Gesamtinflation um 0,8 Prozent-Punkte höher gewesen, wie die Statistik Austria am Montag erklärte. Wartung und Reparaturen von Pkw wurden insgesamt um 4 Prozent teurer. (APA)

 

 

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