Passagierminus weitet sich aus

16. März 2009, 18:00
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16,4 Prozent weniger Passagiere wurden von der AUA im Februar transportiert - Kurzarbeit auch beim Lufthansa-Bodenpersonal

Wien - Bei der AUA kam es auch im Februar zu einem kräftigen Passagierrückgang: Minus 16,4 Prozent im Vergleich zum Februar 2008. Damit ist der Rückgang bei der AUA fast exakt so groß wie jener des Flughafen Wien, der im Februar um 16,5 Prozent weniger Passagiere zählte.

Besonders deutlich waren die Passagierrückgänge bei der AUA im Liniengeschäft mit minus 17,1 Prozent und hier vor allem bei der Langstrecke: minus 28,9 Prozent. Zum Vergleich: Die Lufthansa beförderte im Februar um 9,3 Prozent weniger Gäste, Air Berlin um 8,5 Prozent weniger und Air France-KLM um 8,1 Prozent weniger Gäste.

Nach ihrer Cargo-Sparte plant die Lufthansa als Reaktion auf sinkende Passagierzahlen auch beim Bodenpersonal Kurzarbeit einzuführen. Nach derzeitigem Stand seien rund 1000 Lufthansa-Mitarbeiter an verschiedenen Standorten, hauptsächlich in der Fluggastbetreuung, betroffen. An den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München ist derzeit keine Kurzarbeit erforderlich. Auch die AUA vereinbarte wie berichtet ab April Kurzarbeit am Boden.

Lufthansa garantiert den betroffenen Mitarbeitern mindestens 90 Prozent ihres bisherigen Nettolohns. Insgesamt beschäftigt die Airline in Deutschland rund 31.000 Mitarbeiter in der Passagierbeförderung.

SkyEurope hat erneut einen Zahlungsaufschub von einem Monat für den insgesamt 25 Mio. Euro Kredit von ihrem Großaktionär York erhalten. Neuer Fälligkeitstermin ist der 15. April. Ursprünglich war der Kredit im Herbst fällig gewesen. An dem Tag soll auch die mehrmals verschobene Bilanz veröffentlicht werden. (cr, DER STANDARD, Printausgabe, 17.3.2009)

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