Ermittler wollen Vermögen von Madoffs Frau Ruth einfrieren

16. März 2009, 08:40
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Um zu verhindern, dass sie das Land verlässt oder einen Teil des Vermögens beiseiteschafft

New York - Im Fall des geständigen Milliardenbetrügers Bernard Madoff wollen die Ermittler einem Zeitungsbericht zufolge nun auch die Vermögenswerte von dessen Ehefrau Ruth einfrieren. Damit soll verhindert werden, dass sie möglicherweise das Land verlasse oder einen Teil der auf ihren Namen laufenden 93 Mio. Dollar (72,1 Mio. Euro) beiseiteschaffe, berichtete die "New York Post" am Sonntag unter Berufung auf Behördenkreise.

Das Einfrieren des Vermögens von Ruth Madoff sei dabei nur der erste Schritt, berichtete die Zeitung weiter. Die Staatsanwaltschaft arbeite daran, auch sie wegen krimineller Handlungen zu belangen. Ein Mitarbeiter der US-Börsenaufsicht SEC sagte der Zeitung, die Ankläger wollten noch in dieser Woche das Vermögen einfrieren, da es aus unrechtmäßigen Geschäften stamme.

So hatte sie kurz vor der Verhaftung ihres Mannes im Dezember entgegen eines Gerichtsbeschlusses Schmuck im Wert von über einer Million Dollar verschickt und insgesamt 15,5 Mio. Dollar vom Konto abgehoben. Am Wochenende wurde bekannt, dass das Ehepaar sein Vermögen laut Gerichtsakten auf über 823 Mio. Dollar bezifferte. Ruth Madoffs Anwalt konnte für eine Stellungnahme zunächst nicht erreicht werden.

Bernard Madoff hatte sich am Donnerstag zum Prozessauftakt im größten Betrugsfall in der Geschichte der Wall Street in allen elf Anklagepunkten schuldig bekannt. Der 70-Jährige räumte ein, über 20 Jahre hinweg ein gigantisches Schneeballsystem betrieben und so Tausende Anleger um bis zu 50 Mrd. Dollar geprellt zu haben. Sein Vermögen ist bereits seit Dezember eingefroren. Das Urteil gegen ihn soll am 16. Juni verkündet werden. (APA/Reuters)

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