Ölpest schlimmer als angenommen

15. März 2009, 21:06
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Naturschutzgebiete und Sandstrände nördlich von Brisbane besonders betroffen - Bisher konnte kein einziger Chemie-Container aufgespürt werden

Sydney - Bei dem Containerschiff-Unfall vor Australien ist deutlich mehr Schweröl als zunächst angenommen in den Ozean gelangt. Das Schweröl ist am Mittwoch aus einem verunglückten Containerschiff ausgelaufen und verseucht nun Naturreservate und Touristenstrände an der Ostküste nördlich von Brisbane.

Dem Kapitän der 180 Meter langen "Pacific Adventurer" aus Hongkong ist schon am Freitag Vertuschung vorgeworfen worden. Der Kapitän hatte den Öl-Verlust zunächst mit 30 Tonnen angegeben. "Nun sieht es danach aus, als ob es etwa 230 Tonnen sind", sagte der Vize-Regierungschef des Teilstaates Queensland, Paul Lucas.

60 Kilometer Strabnd verschmutzt

Besonders betroffen von ölverschmutztem Wasser sind die Naturschutzgebiete um die Inseln Merton und Bribie mit Delfinen, Pelikanen und Schildkröten sowie die Sunshine Coast mit ihren kilometerlangen Sandstränden, eine der wichtigsten Touristenregionen an der Ostküste.

Am Freitag schwappte die zähe schwarze Flüssigkeit an Strände auf einer Länge von 60 Kilometern. Überall sind freiwillige Helfer im Einsatz, um Schildkrötennester zu retten und verschmutzte Vögel zu säubern. Die Aufräumarbeiten werden laut Behördenangaben mehrere Wochen dauern.

Das Schiff war auf dem Weg von Brisbane nach Indonesien, als es 31 mit Chemikalien gefüllte Container verlor. Ein Container beschädigte bei dem Sturz den Schweröl-Tank ddes Schiffes.

Bisher kein einziger Container im Wasser entdeckt

Die Behörden befürchten unterdessen, dass die rund 400 Tonnen Ammoniumnitrat aus den  Containern ein massives Algenwachstum auslösen könnten, wenn die Container mit der Zeit undicht würden. Bisher konnte such von Flugzeugen aus kein einziger Container im Wasser entdeckt werden. Aus den Chemikalien wird Dünger gemacht.

 

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