Nachdenken über Josef Pröll

15. März 2009, 20:04
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Als ÖVP-Chef ist Josef Pröll eine Erfrischung. Als Finanzminister würde man sich im Hinblick auf die Weltwirtschaftskrise etwas mehr Kompetenz wünschen.

Mit Josef Pröll hat sich der Politikstil in der ÖVP-Führung merkbar verändert. Das ist gut so. Dennoch ist die Performance des Vizekanzlers und Finanzministers verbesserungswürdig. Gerade die Finanzkrise scheint den Minister zu überfordern: Erst das mißglückte Lobbying für ein Bail-Out der osteuropäischen Staaten (in Wirklichkeit für ein Bail-Out der österreichischen Banken), danach die Verbrüderung mit den Steuer-Schurkenstaaten in Sachen Bankgeheimnis. Dazwischen das Lavieren im Lehrerstreit ("Ich lasse mich da nicht hineinziehen"). Irgendwie ist nicht die Zeit für solche Spasseteln.

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