Zwölf Festnahmen nach Selbstmordanschlag

16. März 2009, 18:53
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Vier südkoreanische Touristen und jemenitischer Reiseführer in UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Shibam getötet

Sanaa - Einen Tag nach dem Anschlag auf eine Touristengruppe im Jemen haben die Sicherheitskräfte zwölf Verdächtige festgenommen. Sie gehörten islamistischen Gruppierungen an, verlautete am Montag aus Sicherheitskreisen. Bei dem Anschlag wurden am Sonntag vier Südkoreaner und deren einheimischer Reiseführer getötet.

Das Attentat hatte sich in der Nähe der historischen Stadt Shibam ereignet. Bei den vier koreanischen Todesopfern handelte es sich um zwei Frauen und zwei Männer. Deren einheimischer Reiseführer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Außerdem wurden fünf weitere südkoreanische Touristen und ein Jemenit verletzt.

"Manhattan der Wüste"

Die Reisegruppe aus Südkorea war den Angaben zufolge in der Provinz Hadramout im Süden des Landes unterwegs. Die Touristen befanden sich in der Nähe der alten Festungsstadt Shibam, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Sie ist berühmt für ihre jahrhundertealten Lehmhochhäuser und wird oft auch als "Manhattan der Wüste" bezeichnet. Dort posierten sie für ein Foto, als der Selbstmordattentäter seine Bombe zündete.

Der Anschlag auf die Reisegruppe ist staatlichen Medien zufolge von einem Mitglied des Terrornetzwerks Al Kaida verübt worden. Der Attentäter sei 18 Jahre alt gewesen und habe einen Sprengstoffgürtel getragen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Saba am Montag im Zusammenhang mit dem Besuch von Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi am Anschlagsort.

Im Jänner 2008 wurden im Jemen zwei belgische Touristen und ihr einheimischer Fahrer Opfer eines Anschlags, der Al-Kaida-Extremisten zugeschrieben wurde. Im Juli 2007 fielen acht Urlauber und zwei Jemeniten einem Selbstmordattentat in Zentraljemen zum Opfer. (APA/AP/Reuters)

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    Shibam gilt als "Manhattan der Wüste"

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