AIG-Manager streifen nun weniger Gage ein

15. März 2009, 11:02
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Versicherungsriese in Nöten verspricht US-Finanzminister Geithner nach heftiger Kritik Kürzungen bei Managerboni

Washington - Der angeschlagene Versicherungsriese AIG beugt sich dem Druck der US-Regierung und überarbeitet sein Bonussystem für Top-Manager. Firmenchef Edward Liddy schrieb am Samstag in einem Brief an US-Finanzminister Timothy Geithner, der Konzern werde die für 2009 verbleibenden Gehälter der Spitzenmanager in der Sparte für Finanzprodukte stark kürzen und die Boni für 2008 umstrukturieren. AIG sei jedoch rechtlich verpflichtet, bereits zugesagte Treueprämien für 2008 zu zahlen. Die Regierung hatte zuvor Einspruch gegen geplante Bonuszahlungen im Umfang von Hunderten Millionen Dollar erhoben.

Die Sparte für Finanzprodukte hatte den Konzern durch Geschäfte mit faulen Hypothekenkrediten und Kreditausfallversicherungen an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Die Regierung musste AIG bereits dreimal vor dem Aus retten und hat im Zuge dessen bis zu 180 Milliarden Dollar (139,5 Mrd. Euro) in den Konzern gepumpt. AIG hat über einen Zeitraum von mehreren Jahren Treueprämien im Umfang von rund einer Milliarde Dollar zugesagt. Die Hälfte davon ist bereits ausgezahlt worden. (APA/Reuters)

 

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