Streitkräfte in Alarmbereitschaft

14. März 2009, 17:06
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Erneut Proteste gegen die Regierung - Truppen sollen "sensible Gebiete" schützen

Islamabad - Die Opposition in Pakistan hat am Samstag am dritten Tag in Folge massive Proteste gegen Staatschef Asif Ali Zardari organisiert. In der zentral gelegenen Stadt Multan zogen rund 1.500 Demonstranten bewacht von Polizeieinheiten sieben Kilometer durch die Stadt, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die Demonstration löste sich auf, bevor der Protestzug aus Anwälten und oppositionellen Gruppen Straßensperren der Polizei erreichte. Festnahmen gab es keine.

Die Regierung hat angekündigt, Proteste vor dem Parlament in Islamabad zu unterbinden. Die Demonstranten fordern von Präsident Asif Ali Zardari, dass er seine Zusage erfüllt, die unter seinem Vorgänger Präsident Pervez Musharraf 2007 entlassenen Richter wieder einzustellen. Bislang weigert sich Zardari aber, offenbar aus Furcht, die Richter könnten seine Macht beschneiden oder gar ein Korruptionsverfahren gegen ihn wieder eröffnen.

In den vergangenen Tagen waren im ganzen Land Hunderte Oppositionsanhänger festgenommen worden. Die Opposition startete am Donnerstag einen fünftägigen Protestmarsch, der von Karachi in die 1500 Kilometer entfernte Hauptstadt Islamabad führen soll. Mit dem "Langen Marsch" soll für die Wiedereinsetzung von etwa 60 Richtern demonstriert werden, die im November 2007 vom damaligen Staatschef Pervez Musharraf abgesetzt worden waren. Die neue Musharraf-kritische Regierung hatte die Wiedereinsetzung versprochen, dies aber bisher nicht umgesetzt. (APA/AP)

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    Pakistanische Anwälte stürmen mit Bambusstangen auf Polizeikräfte zu.

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