Palästinenser beschließen gegenseitiges Gewaltverbot

14. März 2009, 14:25
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Einigung auf Entschädigung für Opfer innerpalästinensischer Gewalt

Gaza/Kairo - Bei den laufenden Versöhnungsgesprächen in Kairo haben die Palästinenser ein gegenseitiges Gewaltverbot für ihre bisher rivalisierenden Gruppen beschlossen. Mitglieder unterschiedlicher Gruppierungen wie Hamas und Fatah sollen zur Lösung von Konflikten nicht mehr zur Waffe greifen dürfen, sagte ein Verhandlungsteilnehmer am Samstag. Seine Arbeitsgruppe habe sich zudem auf finanzielle Entschädigungen für die Opfer der innerpalästinensischen Gewalt der vergangenen Jahre geeinigt.

Die tief zerstrittenen Palästinenser-Gruppen verhandeln seit Anfang der Woche in Kairo unter anderem über die Bildung einer neuen Einheitsregierung. Dies soll der Aussöhnung zwischen den beiden größten Organisationen, der Fatah des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas und der radikal-islamischen Hamas dienen und die politische Spaltung der Palästinenser-Gebiete beenden. Die Fatah kontrolliert derzeit das Westjordanland, die Hamas den Gazastreifen.

Laut Aussagen von Teilnehmern kommen die Gespräche allerdings nur schleppend voran. Die Hamas lehnt unter anderem die Forderungen von Abbas ab, dass die Einheitsregierung die Existenz Israels anerkennen solle. (APA/dpa)

 

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