Peking verwahrt sich gegen Einmischung

14. März 2009, 12:28
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Scharfe Sicherheitsvorkehrungen der Behörden vor Jahrestag der Ausschreitungen - Mit Video

Peking - China hat sich aus Anlass des ersten Jahrestags der Unruhen in Tibet gegen Einmischung von außen verwahrt. Demonstranten sollten es sich zweimal überlegen, mit dem Finger auf Dinge zu zeigen, von denen sie nichts verstünden, hieß es in einem englischsprachigen Beitrag der Nachrichtenagentur Xinhua zu Protesten, die am Samstag in westlichen Ländern geplant sind. Die Kritiker an Chinas Tibetpolitik seien fehlgeleitete Gutmenschen.

Bei den Protesten gegen die chinesische Herrschaft über die Himalaja-Region waren voriges Jahr nach offiziellen Angaben 19 Menschen ums Leben gekommen. Exil-Tibeter sprechen dagegen von mehr als 200 Toten.

"Große Mauer" der Stabilität

In Tibet trafen die Behörden scharfe Sicherheitsvorkehrungen, um eine Neuauflage der Proteste zu verhindern. Journalisten und ausländische Touristen durften nicht in die Region reisen. Präsident Hu Jintao hatte Anfang der Woche dazu aufgerufen, eine "Große Mauer" der Stabilität in Tibet zu schaffen.

Der tibetische Parteichef Zhang Qingli rief die Sicherheitskräfte zum entschlossenen Vorgehen gegen Demonstrationen auf. Gegen die Pläne des Dalai Lama, die Einheit des Landes zu zerstören und Chaos zu verursachen, müsse konsequent gehandelt werden, sagte er laut einem Bericht der amtlichen tibetischen Zeitung.

Die chinesischen Medien ignorierten den Jahrestag in ihrer Berichterstattung. Das staatliche Fernsehen interviewte tibetische Hirten für einen Bericht über die Verbesserung der Lebensbedingungen in der Provinz Qinghai. (APA/Reuters)

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