Tom Clancy's H.A.W.X.

Schüsse über den Wolken

14. März 2009, 12:23
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    ubisoft

    Der Superflieger als tödliches Werkzeug der Privatarmee bietet ein achsenrotierendes Erlebnis.

Flugspiel Tom Clancy's H.A.W.X. ist nett, aber nicht berauschend

Bob Geldofs "I don't like Mondays" bezieht sich auf einen Amoklauf. Aus dem Jahr 1979. Als es noch keine "Killerspiele" gab. Was Experten für eh alles nicht irritiert - Gewaltspiele sind Trainingsprogramme für die Massenmörder und müssen verboten werden. Dass die Täter möglicherweise einfach psychisch Schwerkranke sind, die ohnehin jegliche Hemmungen verloren haben, und der Zug zu den einschlägigen Spielen die Folge davon sein könnte, wird nicht einmal angedacht.

Virtuelle Tötung

Bis es so weit ist, dass nur noch die Sims und Flowers in den Regalen stehen dürfen, kann man aber noch einmal einen Blick auf die abstrakte und virtuelle Tötung von Menschen werfen. Und zum Beispiel Tom Clancy's H.A.W.X. (Ubisoft, für Xbox360 und Playstation3, rund 70 Euro, ab 12 Jahren) spielen.

Für eine Privatarmee jettet man im Wortsinn um die Welt, fliegt Einsätze in Rio de Janeiro ebenso wie über zentralafrikanischem Dschungel oder kargem afghanischem Bergland. Wer zu den älteren Menschen gehört und sich an das Spiel Afterburner noch erinnern kann - dieses Fliegerspiel ist vergleichbar. Keine Simulation, sondern ein Schießspiel über den Wolken.

Pasabel

Die teils fast euphorischen Kritiken sind nicht ganz nachvollziehbar. Das Spiel ist gut, bleibt aber hinter den anderen Produkten der Tom-Clancy-Franchise wie etwa Splinter Cell doch zurück. Über den Himmel zu jagen, sich um die eigenen Achsen zu drehen, angreifende Jägerschwärme mit multiplen Raketensalven zu zerstören ist - nun ja, nett. Aber man muss wohl ein wahrer Militäraviatiker sein, um es länger zu genießen.

Kaum Unterschiede

Zwischen den einzelnen Maschinen ist kein großer Unterschied zu bemerken, die Staffel agiert mitunter recht eigenwillig und gelegentlich ist nicht wirklich klar, warum die Zielerfassung nicht und nicht anspringen will. Wobei Letzteres aus moralischer Sicht zu begrüßen ist. Denn ohne Ziel keine Toten. (Michael Möseneder, DER STANDARD/Printausgabe, 14.3.2009)

SCANone
00
16.3.2009, 00:03

ja, ea games hat es vorgemacht und alle ziehen nach. Mit Simulationen ist kein Geld mehr zu machen, also einen Acarde-Titel in jedem Genre, max. 1 Patch rausbringen und wer sich weitere Verbesserungen erwartet, soll nächstes Jahr zum Nachfolger greifen...

(soll jetzt kein EA-Games ist böse gebashe werden, aber es ist doch so, oder?)

Handtuch
00
15.3.2009, 00:56

Ich bin von EndWar sehr enttäuscht. Starke Präsentation, aber wenn mans verstanden hat nicht mehr als eine dodeleinfache elektronische Variante von Stein-Schere-Papier.

Andere Clancy-Spiele sind allerdings schon stark. Die neuen scheinbar nicht so - schade.

Edward NORTON
00
16.3.2009, 14:06
"Andere Clancy-Spiele sind allerdings schon stark. Die neuen scheinbar nicht so - schade."

Da geht offensichtlich so viel Geld für die Lizenzierung drauf, dass für die Entwicklung keines überbleibt!:-)

badat
00
14.3.2009, 19:21

Hähä, geniale Einleitung :-))

Edward NORTON
00
14.3.2009, 13:13
"Die teils fast euphorischen Kritiken sind nicht ganz nachvollziehbar"

Mir ist im Netz noch keine euphorische Kritik zu diesem Aracdespiel untergekommen.Der Militäraviatiker würde darum bestimmt einen riesen Bogen machen.

Ein lieblos zusammengeschustertes Produkt wartet auf seine Käufer.

Die UBI Marketingabteilung wird durch den zu erwartenden Erfolg resultierend auf der ehrlichen tendenziellen Einschätzung den Schluss ziehen, dass es sich nicht weiter lohnt das Genre zu bedienen, in Wirklichkeit liegt es nur daran, dass es an Subtilität in der Umsetzung mangelt, hierbei ist wahrscheinlich die Serie "Tom Clancy" bereits hinderlich.

Das schwache brit. Pfund macht es btw. für Arcadeaviatiker lohnenswert derzeit via a*a*on.co.uk zu bestellen.(18€ für PC Version)

Cpt America
 
01
14.3.2009, 19:26
Jane's Airplane Simulations

Es ist wirklich schade, dass es keine Jane's Simulationen mehr gibt. Die alten Spiele wie F-15 Strike Fighter von EA-Sports Janes's Combat Simulations war noch wirklich gute und sehr sehr realistische Games. Wenn man da in einem Dog-Fight steckte und in den Abgasstrahl seines Ziels kam, konnte es schon vorkommen dass die Stall-Warning ansprach und man sich 100erte Meter tiefer wieder findet. Auch die Einsätze und Ziele waren immer perfekt ausgewählt. Luftbetankungen inklusive, die mehr als schwer, aber eben auch sehr realistisch waren.
Schade, dass es davon nichts mehr gibt *snief*

pommfritz
00
16.3.2009, 13:21
Ich kann mich noch gut...

...an DIDs EF2000 und Super EF2000 erinnern. Das habe ich früher stundenlang gespielt... und heute vermisse ich es.

teleo
00
11.7.2009, 17:38
oh ja

für ef2000 hab ich mir extra meinen ersten (und einzigen) joystick am pc gekauft :)

Edward NORTON
00
14.3.2009, 23:43
reine Simulationen haben es schon länger ziemlich schwer.

Es gibt zwar noch vereinzelt Titel wie f16 allied force mit Systemtiefe doch die Käuferschichte ist zunehmend überschaubar. Bei den Helis ist wenigsten mal wieder was brauchbares erschienen DCS Black Shark, die vorzeigt wie man den Kompromiss schafft. Einerseits ultrarealisitische sim andererseits auch mit Arcademodus. So macht man eine größere Zielgruppe glücklich.

Und den Kompromiss hätte ich mir von HAWX auch gewünscht. realistische Mulitplayer Dogfights mit ansehnlicher Grafik und einem cockpitview welcher dem namen gerecht wird, neben dem Arcadegeplänkel

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