Lebensmittel landen zu früh im Abfalleimer

13. März 2009, 19:44
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166.000 Tonnen Genießbares im Restmüll

Wien - Bis zu 166.000 Tonnen Lebensmittel landen laut einer Studie der Universität für Bodenkultur Wien jedes Jahr österreichweit im Restmüll. Viele dieser Speisen wären noch genießbar gewesen, kritisierte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) am Freitag in einer Aussendung. Mit ein Grund für diese Verschwendung sei die oft verwirrende Haltbarkeitsbezeichnung auf den Verpackungen.

"Mindestens haltbar bis ..." und "Zu verbrauchen bis ..." klingen ähnlich, haben aber unterschiedliche Bedeutung. Grundsätzlich können Waren über die Mindesthaltbarkeitsdauer hinaus haltbar sein. Heißt es jedoch "Zu verbrauchen bis ...", so ist dieses Nahrungsmittel nicht mehr essbar, erklärte die Ages. Es sollte dann auch umgehend entsorgt werden.

Anders ist es laut Ages bei der Bezeichnung "Mindestens haltbar bis ...". Lebensmittel seien "üblicherweise länger haltbar, als es das Mindesthaltbarkeitsdatum anzeigt". Mit dem Datum garantiert der Hersteller lediglich für einen einwandfreien Zustand der Ware. Eine Faustregel, wie lange Lebensmittel über das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum haltbar sind, gebe es allerdings nicht. (APA)

 

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