Die Wuppertaler Suche nach dem Bernsteinzimmer

14. März 2009, 12:09
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Sachse verfolgt eine Spur, die sich auf den ehemaligen Gauleiter in Ostpreußen bezieht

Wuppertal - Allen bisherigen Fehlversuchen zum Trotz wird auch heute noch nach dem sagenumwobenen Bernsteinzimmer gesucht - und zumindest größer als bei "Nessie" sind die Aussichten auf Erfolg ja. Die neueste Hypothese: Das Bernsteinzimmer sei  in den Wirren des Zweiten Weltkriegs möglicherweise in Wuppertal versteckt worden. Das hofft ein Mann aus Sachsen, der in der bergischen Stadt derzeit auf der Suche ist, wie die "Westdeutsche Zeitung" berichtet. Der Mann, der nicht namentlich genannt werden wolle, bohre mit Erlaubnis der Stadt in einem Kellergewölbe Löcher in das Gemäuer. Dort vermute er Hohlräume hinter den Wänden, berichtete das Blatt.

Bei dem Gebäude handelt es sich der Zeitung zufolge um das Haus in der Wuppertaler Münzstraße, in dessen Keller die SA nach der Machtergreifung durch die Nazis ihre Gegner folterte. Der Forscher habe die Theorie, dass der ehemalige Gauleiter in Ostpreußen, Erich Koch, das Bernsteinzimmer von Königsberg mit der Reichsbahn nach Wuppertal transportieren ließ. Koch stammte aus Wuppertal, hatte vor seiner Nazi-Karriere bei der Reichsbahn gelernt und kannte daher auch den Bahnanschluss des Gebäudes in Wuppertal. Die Schienen führten direkt in den Keller.

Das Bernsteinzimmer war ein Geschenk des preußischen Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. an den russischen Zaren Peter den Großen im Jahr 1716. Deutsche Soldaten demontierten die Paneele im Herbst 1941 und transportierten sie nach Königsberg. Dort verlor sich ihre Spur. Ganze Hundertschaften von professionellen und Hobby-Historikern versuchen seither, sie aufzufinden. Zuletzt wurde in einem alten Bergwerksstollen im Erzgebirge mit Radar nach dem Bernsteinzimmer gesucht, ohne dass ein Erfolg zu vermelden war. (APA/red)

 

 

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