Stabilisierung im Finanzsektor erwartet

13. März 2009, 15:09
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Ein Kommentar aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research

USA

Die abgelaufene Handelswoche brachte eine deutliche Stimmungsaufhellung am US-Aktienmarkt. Vor allem die vorsichtig optimistischen Wortmeldungen über die bisherige Entwicklung im neuen Geschäftsjahr seitens der großen US-Finanzinstitute (Citigroup, JP Morgan, Bank of America) nährten die Hoffnung, dass das Schlimmste nun vorüber sein könnte. Zusätzlichen Stimulus sollte dann das später im März startende Hilfsprogramm TALF (bis zu USD 1.000 Mrd., das entspricht ungefähr 1/4 des gesamten ABSVolumens) für die angeschlagene ABS-Märkte bringen. Eine Stabilisierung im Finanzsektor und bei den Konjunkturvorlaufindikatoren bildet unserer Meinung nach die Basis für weiter steigende Aktienkurse. Wir bestätigen unsere "Kauf"-Empfehlung.

Europa

Nach der enttäuschenden Entwicklung in den Wochen zuvor konnten die europäischen Aktienmarkt in der abgelaufenen Woche doch wieder kräftig zulegen. Insbesondere die ermutigenden Äußerungen zum positiven Geschäftsverlauf seitens der angeschlagenen US-Großbanken wurden von den Investoren äußerst positiv aufgenommen und verhalfen auch den europäischen Finanzwerten zu deutlichen Kursgewinnen. Gleichzeitig bleiben jedoch die volkswirtschaftlichen Daten in Europa weiterhin schwach und deuten auf keine rasche Erholung der Wirtschaft hin. Dementsprechend wird man sich in den kommenden Monaten auf weiter fallende Unternehmensgewinne einstellen müssen, was auch die aktuell noch immer zu optimistischen Konsensusschätzungen zur Gewinnentwicklung für 2009 nach unten bringen wird. Was die Entwicklung bis Ende Juni anbelangt, sind wir dennoch leicht optimistisch. Vor allem sollte es in den kommenden doch zu einer gewissen Stabilisierung im Finanzsektor kommen, die im Endeffekt auch einen Rückgang der Risikoaversion hervorrufen wird.

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