Mehr Geld für frühere T-Online-Aktionäre

13. März 2009, 15:06
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Deutsche Telekom muss 200 Millionen Euro nachschießen

Frankfurt/Main - Die Deutsche Telekom muss nach einem Urteil des Landgerichts Frankfurt den Aktionären ihrer früheren Tochter T-Online einen Nachschlag von insgesamt 200 Mio. Euro zahlen. Das Gericht entschied am Freitag, der Konzern müsse abgefundenen Aktionären von T-Online einen Aufschlag von 1,15 Euro je Aktie zahlen sowie die aufgelaufenen Zinsen.

Die Telekom hatte Ende 2004 begonnen, die erst im Jahr 2000 an die Börse gebrachte Internet-Tochter T-Online wieder in den Konzern zurückzuholen. Gegen die ihrer Meinung nach zu niedrige Abfindung der Telekom hatten insgesamt fast 60 Aktionäre, Aktionärsgruppen und Anlegerschützer geklagt.

Das Gericht erklärte, den Verantwortlichen der Telekom sei bewusst gewesen, dass der Kurs bei Bekanntgabe des Verschmelzungstermins höher gewesen sei, als der für die Berechnung des Preises zugrunde gelegte Kurs. Der Vertreter von mehreren Anlegern, Rechtsanwalt Peter Dreier, kündigte Beschwerde gegen die Entscheidung an. Er sagte, der Trend sei gut, das Ergebnis aber zu gering. Ein Telekom-Sprecher erklärte, das Unternehmen wolle das Urteil zunächst prüfen und dann gegebenenfalls Rechtsmittel einlegen. (APA/AP)

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