Not LASK gegen Elend Mattersburg

13. März 2009, 15:14
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Beide Teams im Frühjahr noch ohne Sieg - Burgenländer kämpfen gegen mehrere Negativserien - Oberösterreicher wollen Thema Abstieg endlich abhaken

Linz/Mattersburg - Der SV Mattersburg will am Samstag mit einem vollen Erfolg beim LASK endlich die Negativserie von 18 Partien ohne Sieg beenden und die "Rote Laterne" zumindest bis Sonntag an Altach abgeben. Doch auch die schwächelnden Oberösterreicher haben im Duell zweier im Frühjahr noch siegloser Mannschaften in der 26. Bundesliga-Runde vor eigenem Publikum den ersten Dreipunkter im Visier. Damit wäre auch der Klassenerhalt für die Elf von Coach Klaus Lindenberger wohl endgültig gesichert.

Die siebentplatzierten Linzer (26 Punkte) haben zwar noch einen respektablen Elf-Punkte-Vorsprung auf das Tabellenende, stecken aber genauso wie die Burgenländer (15) in der Krise. Von den vergangenen 14 Spielen haben Ivica Vastic und Co. - bei zwei Remis und elf Niederlagen - nur eines (am 5. Dezember 2008 1:0 gegen Sturm Graz) gewonnen und dabei nur insgesamt vier Tore erzielt. Zuletzt gaben die Lindenberger-Schützlinge aber immerhin nach einer 0:4-Klatsche bei der Austria und einer 0:3-Heimniederlage gegen Salzburg mit dem knappen 1:1-Remis in Altach mit dem ersten Frühjahrspunkt ein Lebenszeichen von sich.

Optimistischer Lindenberger

"Ich bin froh, dass endlich wieder etwas Ruhe eingekehrt ist", sagte LASK-Coach Klaus Lindenberger. Die könnte allerdings nur von kurzer Dauer sein, sollten die Linzer tatsächlich gegen die Burgenländer verlieren. Deshalb hofft der Ex-ÖFB-Tormanntrainer, der in Zukunft als Vereins-Teamchef weiterarbeiten könnte, da der Club auf der Suche nach einem neuen Trainer ist, auch auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. "Ich bin überzeugt, dass wir das Potenzial haben, Mattersburg zu schlagen", gab sich Lindenberger optimistisch.

Große Hoffnungen auf dem Weg zu "drei wichtigen Punkten" setzen die Linzer vor allem in Roman Wallner. Der frühere ÖFB-Teamstürmer hat am Dienstag seinen ersten Pflichtspieltreffer seit seiner Bundesliga-Rückkehr im Winter erzielt. "Er kämpft sehr, wir sind zufrieden mit ihm", urteilte Lindenberger über seinen Angreifer.

"Naumoski unberechenbar"

Vor dem Schlusslicht haben die Oberösterreicher durchaus Respekt. "Mattersburg hat auf allen Positionen Qualität, Naumoski ist unberechenbar, Jancker immer gefährlich", meinte Lindenberger. Das größere Selbstvertrauen könnte allerdings den Ausschlag zugunsten der Hausherren geben. "In Altach hat man die geistige Bereitschaft gesehen, alles für den Verein zu geben. Wir dürfen keinen Millimeter und keine Sekunde nachlassen", stellte der LASK-Coach klar.

Die Linzer haben allerdings mit großen Personalproblemen zu kämpfen. Piermayr, Wisio, Panis, Weissenberger, Wendel, Höltschl, Hamdemir und Hart fallen fix aus. Zusätzlich sind Saurer, Pichler sowie Gansterer angeschlagen und daher fraglich. Dafür kehren Vastic, der im Mai über seine Zukunft entscheidet, und Salmutter in die Mannschaft zurück. Bei den Burgenländern muss Coach Franz Lederer auf Goalie Borenitsch und den gesperrten Abwehrspieler Mravac verzichten. Die Marschrichtung ist klar: "Jeder weiß, wie wichtig diese Partie ist. Es ist gar nicht nötig, mehr dazu zu sagen", brachte es SVM-Stürmer Carsten Jancker auf den Punkt.

Wallfahrt nach Maria Taferl

Deshalb zog Lederer auch sein Team seit Donnerstag in Maria Taferl zusammen, um es auf die Partie einzuschwören. Für Jancker und Co. geht es nicht nur um den ersten Sieg seit 18 Runden (6 Remis/12 Niederlagen), sondern auch um den ersten vollen Erfolg auf fremdem Boden (bisher 3 Remis und 9 Niederlagen) in der laufenden Saison. Und natürlich will das Schlusslicht auch Revanche für die bittere 1:2-Auswärtsniederlage Ende September 2008 nehmen. Damals hatte LASK-Routinier Michael Baur erst in der Nachspielzeit den glücklichen Sieg der Hausherren sichergestellt. (APA)

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LASK Linz - SV Mattersburg (Stadion der Stadt Linz, Samstag, 18.00 Uhr/live Premiere, SR Grobelnik). Bisherige Saisonergebnisse: 2:1 (h), 4:1 (a)

LASK: Zaglmair - Klein, Baur, Hoheneder, Chinchilla - Saurer/Pichler, Majabvi, Vastic, Salmutter - Wallner, Mayrleb

Ersatz: Cavlina - Kablar, Gansterer, Rasswalder, Freudenthaler, Prager

Fraglich: Saurer, Pichler, Gansterer (alle angeschlagen)

Es fehlen: Piermayr (gesperrt), Wisio, Panis, Weissenberger, Wendel, Höltschl, Hamdemir (alle verletzt), Hart (krank)

Mattersburg: Bliem - Pauschenwein, Malic, Sedloski, Rath - Atan, Velicky, Stjepanovic, Mörz - Naumoski, Jancker

Ersatz: Gerdenitsch - Schmidt, Doleschal, Wagner, Pöllhuber, Lindner, Seidl, Ujcik, Salamon

Es fehlen: Mravac (gesperrt), Borenitsch (Oberschenkelproblem)

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