Mayr-Melnhof: Analysten erwarten 2008 Ergebnisrückgang

13. März 2009, 14:04
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Wien - Die Wertpapierexperten heimischer Großbanken erwarten für die am kommenden Mittwoch anstehenden Jahresergebnisse 2008 des österreichischen Kartonherstellers Mayr-Melnhof leichte Zuwächse beim Umsatz und Rückgänge beim Betriebsergebnis. Auch der Nettogewinn wird niedriger gesehen.

Die Konsensus-Schätzung der Analysten von UniCredit, Erste Group und Raiffeisen Centrobank (RCB) für den Umsatz liegt mit 1,753 Mrd. Euro um 0,9 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,737 Mrd. Euro. Beim Betriebsergebnis (EBIT) errechnet sich im Durchschnitt ein Wert von 139,9 Mio. Euro, was einem Rückgang von 17,4 Prozent gegenüber 2007 entsprechen würde.

Der Gewinn vor Steuern (EBITDA) wird um 10,7 Prozent tiefer bei 228,7 Mio. Euro gesehen. Fallen dürfte laut den Prognosen der Analysten auch der Nettogewinn. Im Mittel werden 99,6 Mio. Euro gesehen, das sind 14,6 Prozent weniger als im Jahr 2007.

Die Erste Group-Analystin Martina Valenta erwartet, dass "nach dem schwächeren 3. Quartal, auch im 4. Quartal die Margen unter Druck sein werden". Positive Nachrichten sollten laut Valenta jedoch bei der Ankündigung des Dividendenvorschlags zu erwarten sein. "Mayr-Melnhof kündigte eine gegenüber 2007 erhöhte Dividende an (2007: 1,70 Euro je Aktie), wobei wir in unseren Schätzungen mit einer Dividende um 1,80 Euro rechnen", so die Expertin.

UniCredit-Expertin Katharina Kastenberger sieht die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr leicht höher, und begründet dies mit "dem guten ersten Halbjahr, gerade im Bereich Lebensmittelverpackungen". Das Ebitda wird ihrer Meinung nach jedoch schwächer ausfallen, "da Mayr-Melnhof gerade im dritten Quartal durch hohe Energiekosten belastet wurde". (APA)

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