Kapfenberg zu Gast im Hanappi

13. März 2009, 14:04
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Rapid ist gewarnt: Steirer feierten bereits Auswärtssiege gegen Salzburg und Sturm

Wien/Kapfenberg - Der österreichische Fußball-Meister SK Rapid ist vor dem Duell in der 26. Bundesliga-Runde mit dem Kapfenberger SV gewarnt. Zwar gehen die Hütteldorfer als klarer Favorit in die Partie im Hanappi-Stadion, die Steirer haben aber mit Auswärtssiegen gegen Salzburg und Sturm in dieser Saison bereits bewiesen, dass sie auch in der Fremde gegen heimische Top-Clubs bestehen können.

"Kapfenberg ist in der Liga angekommen", lautet die Einschätzung von Rapid-Trainer Peter Pacult, der allerdings auch nicht in Ehrfurcht vor dem Aufsteiger erstarrt. "Es kommt darauf an, welche Leistung wir bringen. Wir müssen unser Potenzial abrufen. Wenn wir nicht aggressiv sind und den Kampf annehmen, werden wir vielleicht ein blaues Wunder erleben", sagte der Wiener.

Pacult zufrieden

Nach der Frühjahrs-Auftaktniederlage in Salzburg feierte Rapid zuletzt zwei Siege en suite, weswegen Pacult mit dem Start ins neue Jahr "im Großen und Ganzen zufrieden" ist. "Aber der eine oder andere kann oder muss noch stärker werden, und wir dürfen nicht in eine Selbstgefälligkeit zurückfallen, wobei ich da bei meiner Mannschaft keine Angst habe", meinte der 49-Jährige, der weiter auf den verletzten Abwehrchef Mario Tokic verzichten muss, dafür aber Christopher Drazan von Beginn an bringen könnte.

Der Youngster hatte beim 3:1 gegen Kapfenberg im Hanappi-Stadion am 2. August des Vorjahres sein Liga-Debüt gefeiert - damals galten die Steirer noch als Abstiegskandidat Nummer eins, mittlerweile hat sich die Situation geändert. Nach Verlustpunkten gerechnet liegt die Truppe von Werner Gregoritsch bereits zwölf Zähler vor Schlusslicht Mattersburg. "Doch wir befinden uns noch immer im Abstiegskampf und müssen weiter punkten", betonte der Coach, ergänzte aber auch: "So wie sich die Mannschaft präsentiert, lässt das hoffen, dass wir unser Ziel erreichen."

Motivierter Außenseiter

Für die Auswärts-Erfolge gegen Titelanwärter hat Gregoritsch seine eigene Erklärung. "Die Top-Mannschaften unterschätzen uns und haben gegen uns vielleicht nicht den Ernst, weil wir als erster Abstiegskandidat gegolten haben. Außerdem motiviert die Außenseiterrolle meine Spieler zusätzlich", sagte der Steirer, dessen Club mit zwei Siegen ins Frühjahr startete.

Ein Erfolg im Hanappi-Stadion wäre aber allein schon aufgrund der Statistik eine Sensation, denn Rapid ist vor eigenem Publikum seit 19 Partien (16 Siege, 3 Unentschieden) oder seit dem 1. Dezember 2007 (1:3 gegen Salzburg) ungeschlagen.

Seinen Beitrag zu diesem Erfolgslauf hat auch Branko Boskovic geleistet, der zuletzt mit zwei Treffern beim 3:0 in Mattersburg Matchwinner war. Der montenegrinische Internationale kommt beim Rekord-Champion immer besser in Schuss, was er mit seinem veränderten Lebensstil erklärt. "Ich lebe hier vielleicht zum ersten Mal in meiner Karriere zu 100 Prozent für den Fußball", meinte der 28-jährige Mittelfeldspieler, der vor seinem Rapid-Engagement bei Troyes, Paris St. Germain und Roter Stern Belgrad gespielt hat. (APA)

 

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SK Rapid Wien - Kapfenberger SV (Hanappi-Stadion, Samstag, 18.00 Uhr/live Premiere, SR Brugger). Bisherige Saisonergebnisse: 3:1 (h), 2:0 (a)

Rapid: Payer - Dober, Eder, Patocka, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Pehlivan/Boskovic, Boskovic/Drazan - Maierhofer, Hoffer

Ersatz: Hedl - Thonhofer, Harding, Kavlak, Ketelaer, Jelavic

Es fehlen: Tokic, Hiden, Kulovits, Kayhan (alle verletzt)

Kapfenberg: Eisl - Schönberger, Fukal, Taboga - Lienhart, Siegl, Sencar, Osoinik - Zimmerman, Kozelsky - Pavlov

Ersatz: Kostner - Akoto, Hüttenbrenner, Erkinger, Milosevic, Liendl, Pejic

Es fehlen: Rauscher (verletzt), Schellander, Felfernig (beide erkrankt)

Fraglich: Akoto (Trainingsrückstand)

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