Schlappe für neue PS-Chefin Aubry

13. März 2009, 13:36
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Kandidatenliste durch Revolte von Regionalfürsten abgelehnt

Paris - Der Wahlkampf zu den Europawahlen hat für die neue französische Sozialistenchefin Martine Aubry mit einer Schlappe begonnen. Ihre Kandidatenliste wurde in fünf Departements im Zentrum und im Norden des Landes in einer Mitgliederbefragung abgelehnt, wie die Führung der Sozialistischen Partei (PS) in Paris mitteilte. Im Wahlbezirk Centre, zu dem die Regionen Limousin, Centre und Auvergne gehören, gibt es damit nun erstmals in der Parteigeschichte keine gültige Kandidatenliste. An der Abstimmung beteiligten sich landesweit rund 40 Prozent der gut 200.000 PS-Mitglieder.

Protest gegen die Kandidaten

Mehrere Regionalpolitiker der PS hatten aus Protest gegen die Kandidaten auf den Listen zur Revolte aufgerufen. Sie forderten die Parteimitglieder auf, die Vorschläge abzulehnen oder sich zu enthalten. Die PS-Führung kündigte nun an, mit den Vertretern des Wahlbezirks Centre nach Lösungen zu suchen. Die Abstimmung galt als erster Test für Aubry, die sich im November mit einem hauchdünnen Vorsprung im Kampf um die PS-Spitze gegen die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Segolene Royal durchgesetzt hatte. (APA/AFP)

 

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