Prozessbeginn: Opfer suchen Schutz vor Medienrummel

13. März 2009, 13:34
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Sie befinden sich wieder in der bewachten Landeskrankenanstalt Amstetten

Amstetten - Das Landesklinikum Amstetten-Mauer steht wieder unter Bewachung: Bernhard Jany, Sprecher der NÖ Landeskliniken-Holding, hat einen derartigen Bericht im "Kurier" und auch den Grund dafür bestätigt. Die Opfer im Inzest-Fall von Amstetten haben vor Beginn des Prozesses gegen den mutmaßlichen Täter Josef F., der sich ab Montag am Landesgericht St. Pölten verantworten muss, neuerlich Schutz in der Sonderkrankenanstalt gesucht.

Ein "Lokalaugenschein" am Freitagvormittag: Vor dem geschlossenen Haupttor des Landesklinikums steht das Kommandofahrzeug der Betriebsfeuerwehr. Ein Feuerwehrmann und ein Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes "halten Wache". Der "Security" ist sehr höflich, ersucht jedoch darum, "auf dem Gehsteig" zu bleiben. Kamerateams sind an diesem Freitagvormittag bei der Sonderkrankenanstalt nicht zu sehen. Es herrscht Ruhe.

Bewachung

Das "A.S.T. Security Team" hat mit der Aufgabe in Amstetten-Mauer bereits Erfahrung. Die Firma ist schon im vergangenen Jahr für die Bewachung der Opfer im Inzest-Fall zuständig gewesen - nachdem diese Ende April in die Sonderkrankenanstalt eingeliefert worden waren und dort mehrere Monate bis kurz vor Weihnachten verbracht hatten. Das ist auch unter "Referenzen" auf der Homepage des Unternehmens (http://www.austrian-security.at) nachzulesen. Jetzt haben die Opfer, mutmaßlich wegen des zu erwartenden Medienrummels rund um den Prozess ab Montag in St. Pölten, wieder Schutz gesucht.

Jeder, der derzeit auf das Gelände des Landesklinikums will, wird kontrolliert. Am Freitagvormittag ist das etwa auch für Justizwachebeamte der Fall gewesen, die mit ihrem Dienstfahrzeug nach Amstetten-Mauer gekommen waren.

Beim wenige Kilometer von der Sonderkrankenanstalt entfernten früheren Wohnhaus der Familie F. ist es ebenfalls ruhig gewesen. Freilich wurde das Objekt auch an diesem Freitag - einmal mehr - gefilmt. So zog ein Kamerateam ab, das seine Dreharbeiten in der Dammstraße beendet hatte. (APA)

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