Folsäure könnte Risiko für Prostatakrebs erhöhen

16. März 2009, 13:48
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Forscherin spricht sich nach Datenauswertung für weitere Überprüfung aus

Washington - Die Einnahme von Folsäure-Präparaten könnte das Risiko für Prostatakrebs erhöhen. Eine US-Studie kommt zu dem Schluss, dass die tägliche Einnahme von einem Milligramm über zehn Jahre die Wahrscheinlichkeit für diesen Tumor mehr als verdoppelt.

Der Vitamin-B-Komplex ist etwa für schwangere Frauen wichtig, um gegen Neuralrohrdefekte des Kindes (z.B. einem offenen Rücken) vorzubeugen. Ansonsten ist die Wirkung des Stoffes in größeren Mengen umstritten. "Wir wussten, dass angemessene Folsäurewerte wichtig sind zur Prävention mehrerer Krebsarten sowie von Herzkreislauf- und neurologischen Erkrankungen", sagt Untersuchungsleiterin Jane Figueiredo von der Universität von Südkalifornien. "Aber über die Rolle bei Prostatakrebs war bisher wenig bekannt."

Untersuchung

Daher werteten die Forscher nachträglich die Daten einer früheren Studie aus, die die Auswirkungen des Stoffes auf das Darmkrebsrisiko prüfte. Darin hatte Folsäure bereits die Bildung von Darmpolypen angeregt. Die Nachuntersuchung zeigte, dass der Stoff offenbar auch das Risiko eines Prostatatumors steigert. Allerdings betonen die Forscher im "Journal of the National Cancer Institute", dieses Ergebnis müsse noch bestätigt werden. (APA/AP)

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