In Telekom-Spitzelaffäre Haus von Ricke in Schweiz durchsucht

13. März 2009, 10:18
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Bonner Staatsanwalt ließ auch Haus von Ex-CEO filzen

In der Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom ist das Haus des ehemaligen Konzernchefs Kai-Uwe Ricke in der Schweiz durchsucht worden. Dies bestätigte der Bonner Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag auf Anfrage. Eine Razzia habe es auch im Haus von Rickes Ehefrau am bayerischen Ammersee gegeben.

"Laufende Ermittlungen"

Gegen Ricke wird in der Affäre ermittelt, ebenso wie gegen den einstigen Aufsichtsratschef der Telekom und früheren Post-Chef Klaus Zumwinkel. Auch dessen Wohnsitz am italienischen Gardasee wurde von Beamten durchsucht, ebenso seine ehemalige Villa in Köln. Anlass der Durchsuchungen seien die "laufenden Ermittlungen", sagte Apostel, dessen Behörde federführend bei den Ermittlungen ist. Zu Details wollte er sich nicht äußern. Im Kern ermittelt Apostel gegen acht Beschuldigte. Die Telekom selbst hatte Mitte Mai 2008 Anzeige erstattet, um das Ausmaß des Missbrauchs von Verbindungsdaten in den Jahren 2005 und 2006 und den oder die Auftraggeber herauszufinden. Ziel der Aktion soll es gewesen sein, die Weitergabe von Interna an die Öffentlichkeit zu verhindern. (APA/Reuters)

 

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