Bank of America erwartet 2009 schwarze Zahlen

13. März 2009, 10:08
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Boston - Trotz anhaltender Finanz- und Wirtschaftskrise rechnet die Bank of America für 2009 mit schwarzen Zahlen. Nach dem ersten Quartalsverlust seit 17 Jahren gegen Ende 2008 habe der US-Branchenprimus bereits in den ersten zwei Monaten dieses Jahres wieder profitabel gearbeitet, sagte Konzernchef Kenneth Lewis am Donnerstag in Boston. Er erwarte auch für das Gesamtjahr ein positives Ergebnis. Damit schloss sich Lewis seinen Kollegen von den Großbanken Citigroup und JPMorgan an, die in den vorangegangenen beiden Tagen erklärt hatten, ihre Häuser hätten zu Jahresbeginn wieder Gewinne geschrieben.

Lewis erklärte zudem, neue Finanzspritzen der US-Regierung benötige sein Geldhaus nicht. Das Institut hatte im Jänner 45 Mrd. Dollar (35,2 Mrd. Euro) aus dem Bankenrettungspaket TARP erhalten. Auch den "Stress-Test" der Regierung werde die Bank of America bestehen. Er sprach sich strikt gegen eine Verstaatlichung von Finanzinstituten aus. Diese Vorstellung sei ein Alptraum. Dadurch werde die falsche Vorstellung geschaffen, dass alle Banken insolvent seien. Die Anleger würden umgehend darauf wetten, welches Institut als nächstes kollabieren könnte. Damit würde womöglich eine Art selbsterfüllender Prophezeiung erzeugt. (APA/Reuters)

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