Grenzwerte für Transfette bereits ab Juni in Kraft

13. März 2009, 09:08
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Verringerung der Gesamtfettaufnahme als gesundheitspolitisches Ziel

Wien  - "Künstliche Fette sind die gefährlichsten Fette. Sie haben in Lebensmitteln keine notwendige Funktion, fördern allerdings Herz-Kreislauferkrankungen und zusätzlich werden Zusammenhänge mit manchen Krebsformen und Diabetes vermutet", begründete Gesundheitsminister Alois Stöger, warum er strenge Grenzwerte bei Transfetten in Lebensmitteln einführen werde. Der Minister will rasch handeln. "Ich habe daher eine 'Trans-Fettsäuren-Verordnung' in Begutachtung geschickt, die noch bis Ende März läuft", so Stöger. Die Verordnung zur Begrenzung des Einsatzes von künstlichen Transfettsäuren in Lebensmitteln diene dem vorsorglichen Gesundheitsschutz und sollte bereits im Juni, jedenfalls aber vor dem Sommer in Kraft treten.

Vorbild Dänemark

Der Entwurf sehe vor, so Stöger, dass ein Inverkehrbringen von Fetten und Ölen in Österreich mit mehr als zwei Prozent künstlichen Transfettsäuren verboten werde. Bei zusammengesetzten Lebensmitteln mit einem Fettgehalt von weniger als 20 Prozent soll ein Transfettsäuregehalt von bis zu vier Prozent erlaubt sein. Stöger nannte die generelle Verringerung der Gesamtfettaufnahme als gesundheitspolitisches Ziel. "Wir folgen damit dem Beispiel Dänemark, wo eine ähnliche Regelung bereits seit einiger Zeit in Kraft ist", so Stöger. Die Maßnahme stoße in Dänemark auf breiteste Akzeptanz und habe dort zu keiner Verteuerung der Lebensmittel geführt. Wissenschaftliche Veröffentlichungen zur dänischen Situation hätten auch gezeigt, dass es nun nicht mehr möglich sei, gsundheitsgefährdende Mengen von künstlichen Transfettsäuren zu konsumieren. Nach aktueller Planung soll die Verordnung in Österreich schon im Juni in Kraft treten können. "Österreich ist nun in Europa das zweite Land, das diesen Schritt geht und ich bin überzeugt davon, dass es eine richtige Maßnahme im Interesse der Bevölkerung und ein wichtiges Ziel im Sinne der Gesundheitsvorsorge ist", betonte Stöger abschließend. (red)

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