Rodenstock spürt Flaute

12. März 2009, 19:08
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Deutschlands größter Brillenhersteller Rodenstock will mit Kurzarbeit auf die derzeitige Nachfrageflaute reagieren

München - Dazu seien Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufgenommen worden, teilte die Rodenstock GmbH am Donnerstag in München mit. Von April an will das Unternehmen Kurzarbeit in den beiden Produktionsstätten in Regen und in Frankfurt am Main für zunächst sechs Monate einführen. Von den Plänen seien rund 680 der weltweit 4.330 Beschäftigten betroffen. Man sei zuversichtlich, über diese Maßnahmen, den durch die Wirtschaftskrise ausgelösten Auftragsrückgang überbrücken zu können, erklärte Rodenstock-Sprecherin Stefanie Biereder. Die Produktion solle um etwa ein Fünftel zurückgefahren werden.

Details zum Orderrückgang nannte Biereder auf Anfrage nicht. Die Gespräche mit dem Betriebsrat liefen konstruktiv, erklärte sie. "Wir setzen auch weiterhin auf ein langfristiges und profitables Wachstum des Unternehmens." Zuletzt hatte Rodenstock-Chef Olaf Göttgens von "überraschend guten" Geschäften im Dezember berichtet. Die Branche sei "weniger krisenanfällig als beispielsweise die Chemie- oder die Automobilindustrie", sagte er in einem Interview. Das Unternehmen ist weltweit die Nummer vier unter den Brillenherstellern und gehört seit 2007 hauptanteilig zum britischen Finanzinvestor Bridgepoint.(APA)

 

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