UniCredit drohen riesige Ausfälle

12. März 2009, 18:29
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UniCredit drohen wegen der Wirtschaftskrise laut einer Analyse von Oppenheim Research gröbere Kreditausfälle

Demnach wackelt ein Volumen von 38,57 Mrd. Euro, für die aber nur Risikovorsorgen im Ausmaß von 21,43 Mrd. Euro gebildet worden seien. UniCredit habe die Ausleihungen nicht abgeschrieben, weil sie die diese für eintreibbar hielten, was Oppenheim bezweifelt. Die klaffende Lücke von mehr als 17 Mrd. Euro stelle das Kernproblem der Bank dar, heißt es in der Analyse.

Sollten sich die Abschreibungen bewahrheiten, drohe ein ziemlicher Einbruch der Eigenkapitalausstattung, die angesichts des hohen Osteuroparisikos - die Italiener sind seit der Übernahme der Bank Austria größter Kreditgeber in der Region - als "bescheiden" bezeichnet wird. Bei einer aktuellen Eigenkapitalquote von 6,6 Prozent benötige die Bank 10,1 Mrd. Euro an Finanzspritzen, um die Rate auf 8,5 Prozent zu erhöhen.

Stark nach unten korrigiert wurden auch die Erwartungen für Erste Group und Raiffeisen International. Erste werde ihren Nettogewinn wegen der Verdoppelung der Kreditvorsorgen heuer auf 318 Mio. Euro mehr als halbieren. Bei Raiffeisen wird ein Einbruch um drei Viertel auf 244 Mio. Euro geschätzt.(as, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.3.2009)

 

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