Holzrutsche und "Sturmboot"-Schaukel als Attraktionen

12. März 2009, 18:50
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Saisonauftakt für Prater am 15. März - Praterlied verspricht "Spaß mitten in Wien"

Wien - Noch ist es ruhig im Wurstelprater. Aus dem Park Casino ist Musik zu hören, Bauarbeiter kämpfen sich durch den windigen Tag, vereinzelt sind Jogger und Spaziergänger unterwegs. Schon bald wird es wieder lebendiger: Am 15. März startet der Vergnügungspark in die neue Saison, inklusive einiger Neuerungen: Die historische Holzrutsche "Toboggan" aus dem Jahr 1913, die im Jahr 2000 aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde, kann nach der Renovierung wieder "berutscht" werden. Eine weitere nostalgische Attraktion ist das "Sturmboot", eine Doppelschaukel, die nach dem Vorbild der "Wiener Dampfsturm Yacht aus 1907" errichtet wurde und ab Ende April benützt werden kann. Ebenfalls im April sollen die Bauarbeiten an den beiden Go-Kart-Bahnen abgeschlossen sein. "Konzentrieren wir uns auf das, was unsere Praterbesucher brauchen", sagte der Geschäftsführer des Wiener Praterverbandes, Alexander Meyer-Hiestand, am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Saisonauftakt im Prater-Restaurant Walfisch. Die derzeitige wirtschaftliche Situation sei auch für den Prater eine Herausforderung, weil gerade jetzt das Kapital bei den Besuchern knapp sei. Man wolle daher "den Besuchern Betriebe präsentieren, die die Identität des Parks ausmachen."

Die letzten Vorbereitungen

Während am Pratergelände noch die letzten Vorbereitungen für den Saisonstart laufen, gibt es Betriebe, die das ganze Jahr über geöffnet haben: Die roten Waggons des Riedenrads ziehen langsam ihre Kreise durch den Wolken umhangenen Himmel. Vom Geisterschloss, der ältesten Geisterbahn im Prater, lassen sich gruselige Geräusche vernehmen. In der Nebensaison ist es auch hier ruhig, meist kommen Schulgruppen, erzählt ein Mitarbeiter.

Pratercard und Praterlied

Neuerungen gibt es mit Saisonauftakt auch bei der vor zwei Jahren eingeführten Pratercard: Sie dient nicht mehr nur als Wertkarte, auf die ein fixer Betrag aufgebucht wird, sondern ist auch als Zeitkarte erhältlich - vorerst allerdings nur für Reisegruppen. Diese können für 39 Euro zwei Stunden lang sämtliche Prater-Attraktionen ausprobieren. "Man kann sich zwei Stunden austoben bis zum Geht-Nicht-Mehr", so Meyer-Hiestand. Neu ist auch, dass die Pratercard auf der Homepage www.pratercard.at sowie in allen österreichischen Trafiken gekauft werden kann. Bis Ende März soll auch der neue Riesenradplatz so aussehen, wie man ihn konzipiert hatte, bevor der Generalunternehmer „Explore 5D" in die Insolvenz geschlittert war. Die Bauten des Pratereingangs sind fertig, die geplanten Video- und Lichtinstallationen und die Musikbeschallung werden noch getestet. Apropos Musik: Das neue Praterlied heißt "Spaß mitten in Wien", versprochen werden darin vor allem "Abenteuer und Adrenalin". (APA, mak, derStandard.at, 12. 3. 2009)

  • Das "Geisterschloss", die älteste Geisterbahn im Prater, und das Riesenrad haben auch in der Nebensaison Betrieb.
    derstandard.at/mak

    Das "Geisterschloss", die älteste Geisterbahn im Prater, und das Riesenrad haben auch in der Nebensaison Betrieb.

  • Die historische Holzrutsche "Toboggan" wurde im Jahr 2000 aus Sicherheitsgründen geschlossen und startet nach der Renovierung in eine neue Saison.
    derstandard.at/mak

    Die historische Holzrutsche "Toboggan" wurde im Jahr 2000 aus Sicherheitsgründen geschlossen und startet nach der Renovierung in eine neue Saison.

  • Die Betreiber der nostalgischen Holzrutsche "Toboggan" Sammy Konkolits und Gabi Lindengrün.
    derstandard.at/mak

    Die Betreiber der nostalgischen Holzrutsche "Toboggan" Sammy Konkolits und Gabi Lindengrün.

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ende März soll der neue Riesenradplatz endgültig fertiggestellt sein.

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