Lehrer drohen mit Dienst nach Vorschrift

12. März 2009, 15:25
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Hohe Streikbereitschaft an berufsbildenden Schulen - 90 bis 100 Prozent für gewerkschaftliche Maßnahmen

Wien - Von einer hohen Streikbereitschaft seiner Kollegen berichtete der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft für berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS), Jürgen Rainer, nach den Dienststellenversammlungen am Donnerstag. Dabei wurde die Bereitschaft der Lehrer für gewerkschaftliche Maßnahmen gegen die von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) geplante Ausweitung der Unterrichtsverpflichtung mittels Fragebogen erhoben, laut Rainer sind zwischen 90 und 100 Prozent dafür. Angedroht wird nun Dienst nach Vorschrift.

Es gebe einzelne Schulen mit sehr differenzierter Meinung, an vielen Schulen liege die Zustimmung aber bei 100 Prozent. Abgefragt wurde auch, welche Aktivitäten sich die Lehrer wünschen. Hier ist es laut dem Gewerkschafter den Pädagogen am wichtigsten aufzuzeigen, welche Tätigkeiten sie über ihre Dienstpflicht hinaus erbringen - indem sie diese einstellen.

Ein solcher Dienst nach Vorschrift würde die Einstellung von Sprach- und Projektwochen, Exkursionen, Theaterbesuchen, Spendenaktivitäten, Workshops etc. sowie das Zurücklegen von Aufgaben wie Brandschutz- oder Sicherheitsbeauftragter bedeuten. Ob Dienst nach Vorschrift kommt, muss allerdings noch in den gewerkschaftlichen Gremien beschlossen und abgestimmt werden, sagte Rainer. (APA)

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