Japaner zahlen bereitwilliger als andere für Musikdownloads

12. März 2009, 13:01
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Jeder zweite Download ist legal - Online-Umsätze fangen Verkaufsrückgang von CDs zum Teil auf

Weil die Japaner bereitwilliger als andere für Musikdownloads zahlen, steht die Musikindustrie in Japan besser da als anderswo. Jeder zweite Download ist nach Angaben des japanischen Branchenverbandes Riaj legal. Weltweit kommen dagegen auf einen bezahlten Titel zwanzig illegal beschaffte Musikstücke. Die japanische Musikindustrie konnte ihre Onlineverkäufe innerhalb von zehn Jahren so weit steigern, dass sie heute 20 Prozent der Gesamtumsätze ausmachen. Der Verkaufsrückgang bei CDs, Musik-DVDs und Schallplatten wurde damit zum Teil aufgefangen. Insgesamt lagen die Umsatzverluste der Branche von 1998 bis 2008 bei 25 Prozent.

Legal

Der Ausnahmetrend ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Japaner sich ihre Musik zu 90 Prozent aufs Handy herunterladen, das ihnen gleichzeitig als MP3-Player dient. Meist werden legale Anbieter gewählt, weil japanische Verbraucher kostenlosen Angeboten traditionell mit Misstrauen begegnen. 72 Prozent sagten bei einer Umfrage, dass sie im Schnitt maximal einen Titel pro Monat ohne Bezahlung herunterladen, und dann mit schlechtem Gewissen. (APA)

 

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