"Lebensmüder" überlebte Sturz aus 56 Metern Höhe

12. März 2009, 12:00
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Bisher haben erst drei Menschen den halsbrecherischen Sturz ohne jeden Schutz überlebt

Ottawa - Ein Mann hat am Mittwoch einen Sprung aus 56 Metern Höhe von den Niagara-Fällen überlebt. Er ist der dritte Mensch, der eine solche Aktion ohne Schutzvorkehrungen überlebt hat. Die Hintergründe der Tat sind  noch unbekannt, die Beamten gehen jedoch von einer lebensmüden Aktion aus

Der 30-Jährige wurde von einem Touristen beobachtet, wie er oberhalb der sogenannten Hufeisenfälle auf kanadischem Staatsgebiet über eine Mauer kletterte und dann in die Tiefe sprang. Ein kanadisches Rettungsteam vor Ort reagierte binnen weniger Minuten und versuchte ihn aus dem Niagara-Fluss zu ziehen. Der Mann lehnte jedoch jede Hilfe ab und schwamm immer tiefer in den Fluss hinein. Nach einiger Zeit bekam er einen treibenden Baumstamm zu fassen.

Ein Privathubschrauber flog dann so dicht über den Fluss, dass er den unkooperativen Schwimmer mit Hilfe der Rotoren-Wirbel näher ans Ufer treiben konnte. Nach 45 Minuten im eiskalten Wasser wurde der Mann schließlich von einem Feuerwehrmann an Land gezogen. Der Mann wurde mit schwerer Unterkühlung und einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht.

Die Niagara-Fälle an der Grenze zwischen Kanada und den USA sind die größten Wasserfälle Nordamerikas. Jedes Jahr ziehen sie hunderttausende Besucher an. Laut Polizeichef Douglas Kane haben bisher erst drei Menschen den 56-Meter-Sturz ohne jeden Schutz überlebt. Der letzte Fall liegt sechs Jahre zurück: Damals wollte sich ein Tourist auf diese spektakuläre Weise das Leben nehmen. (APA)

 

 

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    Der 30-Jährige lehnte zunächst jede Hilfe der Rettungsmannschaft ab

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     Zufällig trieb plötzlich ein Baumstamm hinter dem Mann her

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