Google startet interessenbasierte Anzeigen

12. März 2009, 09:37
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Beta-Version auf YouTube und im Google-Content-Netzwerk

Google startet ab sofort eine Beta-Version von interessenbasierten Anzeigen. Wie das Unternehmen in einer Aussendung bekannt gibt, werden die sogenannten "Interest Based Ads" in Hinkunft auf YouTube sowie im Google-Content-Netzwerk verfügbar sein. Derartige Online-Anzeigen ermöglichen es Unternehmen, die Nutzer während des Surfens mit zielgerichteten Werbebotschaften zu erreichen. Die Werber können noch gezielter als zuvor in direkten Kontakt mit den Konsumenten treten - auf Basis ihrer Interessen und der bereits getätigten Webseitenaufrufe. Gleichzeitig will Google auf den Datenschutz der User Rücksicht nehmen und mehr Transparenz und Kontrolle der Werbeeinblendungen ermöglichen.

Manager

Mit dem "Ad Preferences Manager" können die Nutzer die Anzeigen selbst steuern. So ist es einerseits möglich, die Interessenskategorien einzusehen und selbst anzupassen. Darüber hinaus kann aber auch jeder Nutzer, der gar keine Werbeanzeigen sehen will, die Interest Based Ads komplett ausschalten. "Unser Ziel ist es, den Nutzern so viel Transparenz und Entscheidungsfreiheit wie möglich zu geben", sagt Lena Wagner, Sprecherin Google Deutschland. Google erwarte sich, dass viele Nutzer von der Möglichkeit, die Anzeigen auf persönliche Interessen zuzuschneiden, Gebrauch machen werden. "Wir glauben auch, dass die User inzwischen verstanden haben, dass Werbung einen großen Teil des Webs finanziert und einen Mehrwert bietet", so Wagner. Dass die Mehrheit die Anzeigen komplett ausblendet, befürchtet das Unternehmen offenbar nicht.

Nützlich?

Google vertritt die Auffassung, dass Werbeanzeigen eine nützliche Informationsquelle darstellen, die Nutzer mit Produkten, Dienstleistungen und Ideen verbinden, für die sie sich interessieren. Das betont auch Stefan Tweraser, Country Sales Director bei Google Deutschland. "Indem wir die Relevanz von Werbeanzeigen erhöhen und die Verbindung zwischen Werbetreibenden und unseren Usern verbessern, profitieren beide Seiten", so Tweraser. Mit den neuen interessenbasierten Anzeigen wird Nutzern, die kürzlich eine Seite eines Werbetreibenden aufgerufen haben, beim Besuch von Seiten des Google-Content-Netzwerks und auf YouTube eine entsprechende Werbeeinblendung angezeigt. Jene Nutzer, die auf Webseiten des Google-Content-Netzwerks oder auf YouTube unterwegs waren, erhalten infolge Werbung, die auf ihren thematischen Interessen basiert.

Beta

Der Ads Preferences Manager steht ab sofort allen Usern unter www.google.com/ads/preferences in verschiedenen Sprachen - darunter auch Deutsch - zur Verfügung. Ab Anfang April wird eine kleine Zahl an Werbetreibenden dann in den USA und Europa im Rahmen des Beta-Tests Versuche mit den Interest Based Ads starten. Im Laufe der kommenden Monate wird das Projekt auf den Mittleren Osten und Afrika ausgeweitet. Bis Ende des Jahres sollen dann laut Google alle Werber weltweit die Möglichkeit zur Schaltung der interessenbasierten Anzeigen über das AdWords-System haben. (pte)

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