"Filmreif"-Preise an bestbesuchte Kinofilme

11. März 2009, 19:43
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Golden Ticket für "Echte Wiener" - Platin für "Mamma Mia!" und "Madagaskar 2" - Appell an die Kulturpolitik in Österreich

Wien - Die bestbesuchten österreichischen und internationalen Filme des vergangenen Berichtsjahres wurden am Mittwoch im Rahmen der "Filmreif 2009"-Verleihung im k47 am Donaukanal in Wien mit den Golden-, Platinum- und Austria-Tickets geehrt. Neun Filme wurden mit einem Golden Ticket für mehr als 300.000 erreichte Kinogänger ausgezeichnet, zwei Filme erhielten ein Platinum Ticket für mehr als 600.000 Besucher, sieben Produktionen mit dem Austria Ticket (ab 75.000 Besucher; nur für heimische Produktionen).

Ein "kräftiges Lebenszeichen", so die Veranstalter laut Aussendung, gab der österreichische Film von sich: "Echte Wiener - Die Sackbauer-Saga" (Bonus Film/Thim Film) erreichte mit 370.000 Zusehern ein Golden Ticket. Mit Austria Tickets prämiert wurden weiters "Die Fälscher" (Aichholzer Film/Filmladen), "Falco" (MR-TV/Constantin), "Let's Make Money" (Allegro Film/Filmladen; über 170.000 Besucher), "Nordwand" (Dor-Film/Filmladen; über 90.000 Besucher) und "In 3 Tagen bist du tot II" (Allegro Film/Lunafilm; rund 80.000 Besucher) sowie "Hexe Lilli" (Dor-Film/Walt Disney).

Mit je einem Platinum Ticket 2008 wurden "Mamma Mia!" und "Madagaskar 2" (Universal Pictures) ausgezeichnet. Golden Tickets wurden weiters übergeben für die Filme "Hancock" und "James Bond 007 - Ein Quantum Trost" an Sony Pictures, für "Keinohrhasen", "Sex & the City - The Movie" und "The Dark Knight" an Warner Bros und für die Filme "Indiana Jones - Das Königreich des Kristallschädels" und "Kung Fu Panda an Universal Pictures.

Appell an die Politik

2008 war laut Angaben des Fachverbands der Film- und Musikindustrie mit etwas mehr als 15 Millionen Kinobesuchern ein stabiles Kinojahr. "Wir haben den Inlandsanteil der Filme von knapp zwei Prozent auf über sechs Prozent mehr als verdreifacht", so Danny Krausz, Obmann des Fachverbandes der Film- und Musikindustrie. Produktionen wie "Der Knochenmann" und "Contact High", die gerade in den Kinos laufen bzw. demnächst erscheinen werden, geben "berechtigte Hoffnung, dass der Besucher-Boom bei österreichischen Filmen weiter anhält", so Krausz.

Einen Appell richtete Krausz in der Aussendung an die Politik: Die prämierten österreichischen Filme hätten bewiesen, dass sie sich auch gegen überbordende Konkurrenz behaupten können. "Diese Filme haben einen starken Multiplikatoreffekt. Andere Länder - z.B. Deutschland - nutzen diese wirtschaftliche Hebelwirkung zugunsten des Standortes sehr stark. Neben der Sicherstellung österreichischer Produktionen fehlen hierzulande Mittel, um 'vagabundierende' Produktionen zu uns zu holen". (APA)

 

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