"Sorry, aber Vorschrift ist Vorschrift"

11. März 2009, 18:22
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Wer mit Gepäck auf Reisen geht, sollte...

Wer auf Reisen geht, soll dies möglichst ohne schweres Gepäck tun, dafür mehr leichtes Gebäck mitnehmen. Das empfiehlt sich zumindest für Wien und den National Carrier, AUA.
Schweres Gepäck mitzunehmen ist deshalb nicht ratsam, weil es passieren kann, dass dieses nicht mitdarf. Semmel oder Salzstangerl, also leichtes Gebäck als Wegzehrung dabeizuhaben empfiehlt sich hingegen sehr: Es kann mitunter ganz schön lange dauern, bis alle Eincheck-Hürden überwunden sind. Und das kommt so:
Seit 1. September 2008 werden potenzielle Passagiere mit Gepäck im Schlepptau erst unter Vorweis einer Bordkarte zum Schalter gelassen. Und wo gibt es die Bordkarte, wenn nicht am Schalter? "Beim Automaten" , sagt eine Stimme, die einem Kontrollor in AUA-Gewand gehört, geschwind. Er muss sicherstellen, dass niemand irrtümlich mit Gepäck durchschlüpft.
Vor den Geräten des Self Check-in reiht sich derweil Koffer an Koffer. Dazwischen Trauben von Menschen, die stoßen, schimpfen und schreien. Die wenigsten kommen ohne fremde Hilfe zurecht.
Und dann kann es passieren, wie es tatsächlich passiert ist, dass der Automat die "Miles & More" -Karte nicht lesen kann. "Wenn es so ist, können Sie vor zum Schalter" , sagt dann der Kontrollor. "Sorry, aber Vorschrift ist Vorschrift." Das Flugzeug ist dann leider schon weg, im nächsten nach Berlin gibt es noch einen freien Sitz - gegen Aufpreis: 337 Euro. Danke. (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.3.2009)

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