Moskau beantragt Interpol-Haftbefehl gegen Milliardär

11. März 2009, 16:41
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Wegen Entführung und Erpressung eines ehemaligen Mitarbeiters des Handy-Unternehmers Tschtschwarkin

Moskau - Russland hat internationalen Haftbefehl gegen einen bekannten Unternehmer beantragt. Dem Milliardär Jewgeni Tschitschwarkin droht ein Strafverfahren wegen Entführung und Erpressung. Die Staatsanwaltschaft erklärte am Mittwoch, der Geschäftsmann müsse Russland überstellt werden. Deshalb sei bei Interpol Haftbefehl beantragt worden.

Der 34-jährige Tschitschwarkin hatte mit einer der größten Handy-Einzelhandelsketten Russlands ein Vermögen gemacht, verkaufte seinen Konzernanteil im vergangenen Jahr und zog mit seiner Familie nach London.

Die Vorwürfe gegen Tschitschwarkin stehen im Zusammenhang mit der Entführung und Erpressung eines ehemaligen Mitarbeiters, der Geld unterschlagen haben soll. Tschitschwarkins Anwalt erklärte, sein Mandant sei unschuldig. Der Geschäftsmann hatte sich in Russland einen Namen damit gemacht, dass er sich offen über die Korruption in den russischen Behörden beschwerte: Sie hätten versucht, sein Geschäft mit Schmiergeldforderungen lahmzulegen. (APA/Reuters)

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    Jewgeni Tschitschwarkin, Milliardär

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