Verhalten bei Amoklauf

11. März 2009, 14:20
23 Postings

Cobra-Kommandant: Aus Aktionsradius flüchten oder sich verbarrikadieren - Keinesfalls das Gespräch suchen

Wien/Winnenden - Weg aus dem Aktionsradius des Täters oder sich verbarrikadieren - das sind die beiden Grundempfehlungen bei einem Amoklauf, erklärt Cobra-Kommandant Bernhard Treibenreif. Auf keinen Fall sollte man versuchen das Gespräch zu suchen, so Treibenreif.

Ein Amokläufer befindet sich in einem psychischen Ausnahmesituation und will möglichst großen Schaden anrichten. Wer versucht auf ihn einzuwirken, könne den "Heldentod" sterben.

Die Polizei verständigen, Zeit gewinnen, indem man dem Amokläufer aus dem Weg geht, oder verbarrikadieren und von dort versuchen, etwa durch das Fenster Kontakt nach außen aufzunehmen, damit die Polizei weiß, wo sich wer befindet. Per Handy sollte man der Exekutive die Situation beschreiben, wodurch etwa eine Evakuierung über Leitern möglich wird.

In Bewegung bleiben

Und wenn man sich mit dem Täter in einem Raum befindet? "Das schlimmste wäre, wenn man wie die Maus vor der Schlange erstarrt. Hier könnte Bewegung Leben sein", so Treibenreif. Besser sei es zu laufen und so zu versuchen, dem Amokläufer zu entkommen.

Eine Intervention der Polizei sei sehr schwierig. In der Mehrzahl der Fälle sei nach ein paar Minuten, und damit vor dem Eintreffen der Polizei, alles vorbei - der Täter entweder geflüchtet oder durch Selbstmord tot.(APA)

Share if you care.