US-Konjunkturpaket wirkt nicht so schnell wie geplant

11. März 2009, 13:29
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Washington - Das milliardenschwere Konjunkturpaket von US-Präsident Barack Obama wird nach Einschätzung von Experten nicht so schnell so viele Arbeitsplätze schaffen wie geplant. Während die US-Regierung sich von dem 787 Mrd. Dollar (616 Mrd. Euro) teuren Maßnahmenpaket die Schaffung oder den Erhalt von drei bis vier Mio. Jobs in den kommenden zwei Jahren verspreche, sei Studien zufolge tatsächlich nur mit rund 2,5 Mio. Jobs zu rechnen, sagte Allen Sinai von der Beratungsfirma Decision Economics zum Abschluss einer Tagung am Dienstag (Ortszeit) in Washington. Das vom Weißen Haus gesteckte Ziel werde möglicherweise innerhalb der nächsten drei Jahre erreicht.

"Niemand kann Wunder oder schnelle Ergebnisse erwarten", fügte Sinai mit Blick auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hinzu. Der Chefvolkswirt des Wirtschafts- und Finanzinformationsdienstes Moody's Economy, Mark Zandi, sagte, dass möglicherweise noch mehr Steuergelder für die Sanierung der US-Wirtschaft ausgegeben werden müssten. "Ich denke, dass ein weiterer Konjunkturplan wahrscheinlich ist in Anbetracht dessen, wie die Dinge laufen", sagte Zandi. Die bereits getroffenen Maßnahmen werden nach seiner Einschätzung ab dem Sommer die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannen.

Die demokratische Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, äußerte sich nach dem Expertentreffen zuversichtlich. Das Wort des Tages sei "Vertrauen" gewesen, sagte sie. (APA)

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