Borealis lässt sich nicht von Investitionen abschrecken

11. März 2009, 12:48
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Stenungssund und Borouge werden weiter gebaut - 122 Millionen Euro Verlust im vierten Quartal

Wien - Die OMV-Beteiligung Borealis mit Sitz in Linz will sich trotz heftigem Einbruch der Kunststoffnachfrage und tief roter Zahlen zu Jahresende 2008 nicht davon abbringen lassen, Geld in den Ausbau der schwedischen Fabrik Stenungssund und in das Joint Venture in Borouge zu investieren. "Es wäre wahrscheinlich auch gar nicht wirtschaftlich, Borouge 2 zu stoppen, wir haben den 'point of no return' wohl schon überschritten", sagte Firmenchef Mark Garrett am Mittwoch bei der Präsentation der Jahreszahlen in Wien.

Im Gesamtjahr hat Borealis wegen der ersten drei guten Quartale noch einen Gewinn von 239 Mio. Euro gemacht, etwa halb so viel wie 2007. Der Umsatz stieg auf 6,7 (6,4) Mrd. Euro. Im vierten Quartal musste Borealis wegen der schlechten Nachfrage und Lagerabwertungen aber einen Verlust von 122 Mio. Euro schreiben.

Das neue Innovationszentrum in Linz, das sich gerade im Bau befindet, wird fertiggestellt, weil auch hier ein Abbruch ökonomisch nichts bringen würde, sagte Garrett. In den Fabriken seien großflächige Kündigungen derzeit nicht geplant. Düngestoffe und Melamine, die von der Linzer Tochter Agrolinz Melamine International (AMI) produziert werden, gehören zu den bisher weniger betroffenen Geschäftsbereichen. (APA)

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