Syrien für US-Vermittlung bei Friedensgesprächen mit Israel

11. März 2009, 11:46
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Präsident Bashar al-Assad begrüßt neue Dialogbereitschaft Washingtons

Tokio - Der syrische Präsident Bashar al-Assad hält direkte Friedensgespräche mit Israel unter US-Vermittlung für möglich. "Wir brauchen die USA als Vermittler, wenn wir vor den derzeitigen indirekten zu direkten Verhandlungen übergehen werden", sagte Assad der japanischen Tageszeitung "Asahi Shimbun" (Mittwochsausgabe). Der Fortschritt der Verhandlungen hänge jedoch von der kommenden israelischen Regierung ab, fügte er hinzu. An Gesprächen für einen Frieden im gesamten Nahen Osten müssten alle Kräfte, auch radikale Bewegungen wie die Hamas und die Hisbollah beteiligt werden, sagte Assad.

"Amerikaner haben sich geändert"

Der syrische Präsident begrüßte die Bemühungen der neuen US-Regierung, den Dialog mit Syrien wieder aufzunehmen. In der vergangenen Wochen hatten US-Gesandte und Senatoren Damaskus besucht und die Bedeutung Syriens für eine Friedenslösung im Nahen Osten hervorgehoben. Während der Amtszeit des früheren US-Präsidenten George W. Bush waren die Beziehungen frostig. "Wir haben uns nicht geändert, es sind die Amerikaner, die sich geändert haben", sagte Assad.

Israel und Syrien befinden sich offiziell seit 1948 im Krieg miteinander, im Mai 2008 nahmen sie jedoch indirekte Verhandlungen unter türkischer Vermittlung auf. Israel hält die syrischen Golan-Höhen seit 1981 besetzt. (APA/AFP)

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