Iranischer Angriff auf kurdische Dörfer

11. März 2009, 10:51
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Ein Kind stirbt durch Artilleriebeschuss von Rebellen-Stellungen

Suleimaniya/Bagdad - Im Nordirak ist ein Kind durch einen Artillerieangriff der iranischen Armee ums Leben gekommen. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Iraq meldete am Mittwoch unter Berufung auf einen Gemeindevorsteher der Ortschaft Zarawa (Provinz Suleimaniya), die Soldaten hätten am Dienstagabend zwei Stunden lang kurdische Dörfer im Grenzgebiet attackiert. Seinen Angaben zufolge erlitten die Mutter und der Vater des zwei Jahre alten Kindes bei dem Angriff in der Nacht Verletzungen.

Die iranische Armee greift im irakischen Autonomiegebiet der Kurden immer wieder Stellungen der Partei für ein freies Leben in Kurdistan (PJAK) an. Die PJAK ist eine aus dem Iran stammende kurdische Rebellenorganisation, die mit der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbündet ist. Anders als die türkische Armee, die der PKK zuletzt im Februar 2008 mit einer Bodenoffensive im Norden des Iraks zu Leibe gerückt war, beschränkt sich das iranische Militär auf Artillerieangriffe an der Grenze. (APA/dpa)

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