Amoklauf in Winnenden

"Seid ihr immer noch nicht alle tot?"

12. März 2009 06:19

Soll Tim K. in der Schule gerufen haben - Amokläufer erschießt sich selbst nach Schusswechsel vor Autohaus - 17-Jähriger war unauffälliger Ex-Schüler - Eltern lagerten Waffen und Munition im Haus

Amoklauf in Alabama. Diese Nachricht aus den USA sorgt auch im deutschen Winnenden Mittwochfrüh zunächst für Gesprächsstoff. Allerdings: Dieser Amoklauf ist so unendlich weit weg von der kleinen Stadt in Baden-Württemberg, die am Rande des Schwäbischen Waldes liegt.

Notruf eines Schülers

Um 9.33 Uhr ist er auf der örtlichen Polizeistation dann überhaupt kein Thema mehr . Zu dieser Zeit geht in Winnenden selbst ein Notruf eines Schülers ein: Amoklauf an der Albertville-Realschule, an der sich gerade rund 1000 Schüler befinden. Im Hintergrund hört der Beamte verzweifelte Schreie.

"Ein schreckliches Bild"

Sofort machen sich Polizisten und ein Kriseninterventionsteam auf den Weg zur Schule. Dort bietet sich ihnen "ein schreckliches Bild", wie es später ein Polizeisprecher formuliert. In zwei Klassenzimmern liegen neun tote Schüler im Alter zwischen 14 und 15 Jahren. Auch drei Lehrerinnen wurden erschossen - von Tim K., einem 17-Jährigen, der erst im Vorjahr einen Abschluss an dieser Schule gemacht hatte. Mitschüler erkannten ihn. Er ist - in schwarzer Kleidung - um halb zehn Uhr vormittags in seine ehemalige Schule gegangen, hat eine Waffe gezogen und gezielt auf seine Opfer geschossen.

"Seid ihr immer noch nicht alle tot?"

Laut bild.de stürmte er gleich dreimal in die Klasse 10d. Zuletzt rief er: "Seid ihr immer noch nicht alle tot?" Eine Lehrerin, die sich schützend vor eine Schülerin stellte, wurde sofort erschossen.

Binnen Minuten herrscht Chaos. Rettungsautos rasen heran, Schüler versuchen, aus der Schule zu flüchten, springen aus den Fenstern. Auch Tim K. verlässt die Schule wieder und flüchtet.

Flucht in gekapertem Auto

Am Abend wird der Innenminister des Landes, Heribert Rech, schildern, wie knapp der Amokläufer der ersten Polizeistreife entkommen ist. Und durch das schnelle Eintreffen zwei Minuten nach Eingehen des Notrufs vermutlich ein viel größeres Blutbad verhindert wurde. Die Beamten wurden bei ihrem Eintreffen von Tim K. heftig beschossen, er konnte sie abschütteln, indem er durch das Gebäude lief. Auf den Gängen, in den Klassenzimmern, blieben Dutzende Patronen und leere Hülsen liegen.

Autofahrer als Geisel - Fahrer macht einen Fehler

Auf seiner Flucht kommt er bei einer nahegelegenen psychiatrischen Klinik vorbei und erschießt dort einen Gärtner. Danach kidnappt er ein Auto, zwingt den Fahrer eines VW Scharan, ihn mitzunehmen.

Während in und um die Schule fieberhaft nach dem Amokläufer gesucht wird und die Polizei einen Sperr-Ring um die Stadt zieht, lässt sich Tim K. von dem Scharan-Fahrer über Stuttgart, Metzingen und Nürtingen eine Stunde lang umherchauffieren, hält dem Fahrer stets die Pistole an den Kopf, wie die Polizei später rekonstruiert. In Wendlingen - 40 Kilometer von der Schule entfernt - geschieht etwas Unerwartetes: Der Fahrer macht einen Fehler, kommt bei einer Ausfahrt auf den regennassen Grünstreifen, der Wagen bleibt stecken.

Tim K. läuft zu Fuß weiter

Der Täter läuft Richtung Industriezentrum. Der PKW-Besitzer alarmiert eine Polizeistreife, die im Zuge der Ringfahndung an der Ausfahrt steht. Tim K. betritt ein Autohaus, erschießt kaltblütig einen Kunden und einen Autoverkäufer. Beim Verlassen des Gebäudes beschießt er eine Zivilstreife der Polizei, die Beamten werden schwer verletzt. Dies wird als Indiz dafür gewertet, dass der Täter vollkommen wahllos auf Menschen zielte, da er letztere nicht als Polizisten erkennen konnte.

Schusswechsel bei Autohaus

Minuten später wird er auf einem Parkplatz in der Nähe von einer Polizeistreife gestellt und bei einem Schusswechsel am Bein verletzt. Er versteckt sich zwischen abgestellten Autos. Die Polizisten verlieren den Sichtkontakt, finden den Jugendlichen "tot auf dem Rücken liegend". Die Behörden gehen davon aus, dass er sich selbst das Leben nahm.

Eltern passionierte Jäger

Die Tatwaffe, eine großkalibrige Pistole, hatte der Jugendliche laut dem Stuttgarter Polizeipräsidenten Konrad Jelden aus seinem Elternhaus. Die Eltern sind wohlhabende Mittelständler aus der Region. Sie sollen passionierte Jäger sein und besitzen 18 ordnungsgemäß angemeldete Waffen. Als ihr Haus am Nachmittag durchsucht wird, fehlt eine Waffe. Der Täter habe zudem reichlich Munition mitgenommen, sagte der Polizeipräsident.  Beamte fanden im Treppenhaus der Schule mehrere hundert Schuss Munition. Offenbar habe Tim K. eine "doppelte Identität" gehabt, sagt Baden-Württembergs Kultusminister Helmut Rau (CDU). 

"Er ist nie auffällig gewesen"

Den Amokläufer beschreiben Mitschüler und Polizei als "absolut unauffällig". Er hatte in der Albertville-Realschule vor einem Jahr seinen Abschluss gemacht und absolvierte gerade eine Ausbildung. Kultusminister Helmut Rau sagte unter Berufung auf die Schulleiterin: "Er ist nie auffällig gewesen".

Merkel betet für die Opfer


"Es war ein Amoklauf in Reinkultur", sagt später der Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg, Erwin Hetger. Und: "So etwas habe ich noch nie erlebt."

Die Hintergründe für die Tat sind am Mittwoch noch völlig im Dunkeln. Am frühen Nachmittag kommt Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) an den Ort des Verbrechens und zeigt sich schockiert: "Die Schule, einen Ort der Zukunft, der Bildung und Erziehung, so zu stören und zu zerstören, ist besonders gemein." Auch Kanzlerin Angela Merkel in Berlin ist tief getroffen: "Alle Menschen in Deutschland sind entsetzt, bestürzt und fassungslos." Sie wolle für die Opfer und ihre Angehörigen beten.

Auffallend viel Mädchen unter den Opfern

Die vorläufige Opferbilanz am Abend: 16 Menschen sind tot: drei Lehrerinnen, drei Passanten, neun Schüler - unter ihnen auffallend viele Mädchen, was die Spekulationen anheizte, Tim K. könnte aus Verletztheit, weil er sich zurückgewiesen fühlte, getötet haben. Die hohe Anzahl von Mädchen könnte aber auch mit der Sitzordnung in den Klassen zusammenhängen, so die Polizei.

Trauergottesdienst

Am Abend fand in Winnenden ein ökumenischer Trauergottesdienst statt, zu dem hunderte Menschen kamen, um der Opfer zu gedenken. Landesbischof Frank Otfried July sagte: "Sprachlosigkeit überfällt uns am Abend dieses blutigen Tages".

 

Erinnerungen an den Amoklauf in Erfurt

Das Schulzentrum, in dem auch die Albertville-Realschule untergebracht ist, wird von insgesamt 1.000 Schülern besucht. Winnenden liegt circa 20 Kilometer von Stuttgart entfernt. Es hat rund 27.600 Einwohner. Die Tat weckt Erinnerungen an den Amoklauf im Erfurter Johannes-Gutenberg-Gymnasium, bei dem im April 2002 der 19-jährige Robert Steinhäuser an seiner ehemaligen Schule zwölf Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin sowie einen Polizisten erschoss. Anschließend tötete er sich selbst. (Birgit Baumann, APA/red, DER STANDARD Printausgabe 12.3.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 1986
und
18.03.2009 09:24



Die Probleme des Lebens lassen sich nur durch Liebe

lösen, sie lassen sich nicht durch gewaltsames

Vorgehen lösen.


REP von http://reifeentwicklungsprozess.heim.at
 
15.03.2009 21:31
Fortsetzung der Beispiele zu Reduktion von Amokläufen: Gebt einem Hilfeersuchenden auch tatsächlich wirkungsvolle Hilfe und nicht nur unnütze Hilfe, die alles noch schlimmer macht! Gebt z.B. einem Gewaltopfer nicht einfach nur Medikamente oder ...

leeres BlaBlaBla und schickt das Gewaltopfer wieder weg!

Verbreitet stets Informationen die vermitteln, wo man Hilfe bekommen kann. Die beste Hilfe nützt nichts, wenn man nicht weiß wo man sie bekommen kann.

Verbreitet stets Angebote zur Hilfe! Oftmals sind Menschen nicht mehr in der psychischen Lage, um nach einer Hilfe bitten zu können.

Gesellschaftliche Integration! Bestraft öffentlich unter dem ethischen Druck der Gesellschaft. Das Ansehen eines Täters soll mit Schande behaftet werden! Zur Abschreckung!

Erstellt ordentliche Gesetze! Verbrechen dürfen sich nicht mehr auszahlen! Denkt dabei besonders an die vielen Finanz- Verbrechen!

Lehrt einen respektvolleren Umgang mit den Lehrern!

etc...

Im Auftrag des REP v. R.

REP von http://reifeentwicklungsprozess.heim.at
 
15.03.2009 20:49
Beispiele zur Reduktion von Amokläufen: Gebt den Schülern Ethikunterricht zur Verständnisförderung! Fördert die gesellschaftliche Ethik in Richtung Edelhaftigkeit (Gemütlichkeit, Heiterkeit, Respekt, Bedachtheit, Anständigkeit, Aufrichtigkeit, ...

Gerechtigkeit, Vernunft, Verständnis für Fehlhandlungen, etc...) und Liebe (Warmherzigkeit, Barmherzigkeit, Kuschelkurs, etc...)

Gebt ein gutes (anständiges) Vorbild. Besonders die Führer!

Zeigt möglichen Sinn des Lebens auf. Zeigt Wege, das Leben zu meistern, auf.

Fördert Heiterkeit und Liebe fördernde Unterhaltung. Verbietet gewaltfördernde Unterhaltung wie Killerspiele, Gewaltfilme, etc...

Verbessert das (alles ist nur Show) Schlammschlachttheater "JustWitz" (Schlechter Witz!) auf eine anständige Justiz. - Fehlhandlungen sind menschlich! Doch sorgt hinterher z.B. für eine kostenlose- ordentliche psych. Schmerzaufarbeitung, eine aufrechte Entschuldigung und eine gerechte Wiedergutmachung. Unrecht erzeugt böses Blut!

...

PointMan
14.03.2009 16:27
Wieder einmal stellt sich die Frage nach der Schuld

Einige hier sind der Meinung es sind die Games ala Counterstrike und Co, andere es sind die Waffen und einige obskure Psychologinnen meinen gar, dass das Testosteron schuld sei.
Wer jedoch wirklich einen Schuldigen sucht, der muss nur in den Spiegel blicken. Wer nichts dagegen hat, dass anscheinend verkorkste Schulen ala Winnenden existieren, wo eine Lehrerin anscheinend Tim K. so lange psychisch malträtiert hat bis er zu dem Produkt werden sollte, das am 12.3 zuschlug.
ACTIO REACTIO so simpel ist es!

Bernd Hallo
 
13.03.2009 20:34
Hallo Bernd wie geht es Dir?

yokozuna
13.03.2009 20:17
Warum hat man Tim nicht gehört?

Es gab auch früher Attentate, als es keine Killerspiele gab. Man kan auch mit einem Messer eine Attentat durchführen.
Auch wenn Tim ein etwas aussergewöhnlicher Bursch für seine Mitschüler gewesen wäre, wäre vollkommen unnötig gewesen, ihn zu hänseln bzw. ihm nicht ernst zu nehmen. Hätte man das erspart, wäre ein Faktor weniger fürs Bestehen dieses Attentates gewesen.
Es gibt sicher noch zahlreiche Menschen, die von seinen Mitmenschen so schlecht behandelt werden wie bei Tim. Sie brauchen dringend Hilfe.

instant karma
14.03.2009 08:59

Vielleicht hat T.K. andere Menschen auch mal schlecht behandelt? Manchmal kann es auch legitime Gründe geben, warum gewisse Menschen gemieden werden. Immer nur die Schuld bei "der" Gesellschaft, "den" anderen zu suchen, reicht nicht. Es wird wohl eine Wechselwirkung zwischen T. und seiner Umwelt stattgefunden haben. Er verhält sich komisch, die Schulkollegen ziehen sich zurück, er verhält sich daraufhin noch komischer und versinkt vielleicht noch in Selbstmitleid, was andere noch mehr abstößt. Eine Spirale der Ablehnung bis zum tragischen Ende?

Ob das so das Fall war, kann kein Außenstehender beurteilen, klar. Aber T. zu einem Opfer (welcher Umstände auch immer) zu stilisieren, wie es einige Experten versuchen, ist zu einseitig.

12. März 2009
13.03.2009 13:56



Lösungen,

Fähigkeiten der Menschen

für Toleranz -

Achtung –

Respekt

zu ENTWICKELN

und FÖRDERN.



ISO 8859-1 die orf norm
 
13.03.2009 21:50
wer hier einen roten strich gibt, der hat sie nicht alle.

REP von http://reifeentwicklungsprozess.heim.at
 
12.03.2009 20:30
Schon wieder ein Amoklauf!!! - "Super" Politiker und machtgeile Psychologen, die ein Volk in eine solche Richtung führen! - Nein Danke! - Im Auftrag des REP v. R.


zuviel Gewalt im Fernsehen und Kino
zuviel Gewalt in den Computerspielen
zuviel Gewalt der Jugend untereinander
zuwenig vorgezeigte (vorgelebte) Liebe
zuwenig vorgezeigte (vorgelebte) Warmherzigkeit
zuwenig aufgezeigter positiver Lebenssinn
zuviel ethisch verwerfliche Erziehung der Gesellschaft
zuviel inkompetentes Geschwafel der Psychologen
zuviel leeres BlaBlaBla der Politiker
zuwenig Rücksicht (z.B. auf Gefühle)
zuviel Verletztheit
zuviel Ernsthaftigkeit und Stress
zuwenig Gemütlichkeit und Heiterkeit
zu viele Gauner, die das Sagen haben (neg. Vorbilder)
zuviel Verständnislosigkeit
zuwenig respektvolles Miteinander-Reden
etc...
--------------------------------------------------
zuviel unschuldig Verletzte und Tote

Marc Bollmann
13.03.2009 14:06
Sie tönen wie...

...ein Mittelstufen-Referat in einer Provinz-Schule.

So ein weinerliches Phrasengewäsch, sorry.

Das Böse in einer Gesellschaft entsteht häufig durch die vielenvielen "guten Menschen" - wie Sie. Denken Sie mal drüber nach, bitte.

Mit Ihrer gedanklichen Unschärfe stellen Sie sich grundlos ins Recht, "andere" stellen Sie als "Gefahr" dar.

Aus solch dürren, verschwommenen Gedanken wie den Ihren entsteht nichts Gutes, eher Böses (zB Radikalismus, Sehnsucht nach dem "Großreinemachen"/"Durchgreifen" usw).

widiwutsch
15.03.2009 14:38
Nur zu,

wenn Sie bessere Vorschläge auf Lager haben. Ansonsten sollten Sie auf neutralere Formulierungen achten, denke ich.

REP von http://reifeentwicklungsprozess.heim.at
 
15.03.2009 09:24
Anhang für "Marc Bollmann": Falls Sie meine Ablehnung der eigennützigen (Führer der menschlichen Gesellschaft (selbstsüchtigen, machthungrigen, etc... Politiker und Fachleute, etc...) meinen!


Ja, für mich sind diese die wahren Täter an den Menschen! Denn sie führen, sie gestallten! Sie gestallten Menschen auch zu Monstern! Monster die grausam ihre Opfer fordern!

Man denke darüber nach und lerne daraus! Aber diese Ablehnung bzw. Aufzeigung ist kein Grund für weitere Gewalt, wenn man diese auch nicht so auslegt!! - Angesprochen auf Ihre Worte: "Böses (z.B. Radikalismus, Sehnsucht nach dem Großreinemachen, usw)"

Jedoch! Wenn jeder Wähler, Selbstlosigkeit (Nur dem Volke dienen!!) und fachliche Kompetenz von seinen Führern fordern würde, hätte dann nicht die Menschheit eine Change auf wesentlich weniger Leid? Auf wesentlich weniger Monster (Opfer) und wesentlich weniger Opfer (Opfer der Opfer)?

Im Auftrag des REP v. R.

Marc Bollmann
15.03.2009 14:54
Der wahre Täter ist... der Täter

Spießbürgerliche Anklagen wie die Ihre an "die da oben" sind eine der Hauptursachen dafür, dass sich gesellschaftliche Belange nicht verbessern, sondern eher verschlechtern.

Jeder Bürger sollte begreifen, dass er selbst Verantwortung tragen muss.

Ihre Anklage, "Führer, Politiker, Fachleute gestalten Menschen zu Monstern" ist eine Bankrott-Erklärung, ein Extrem an Selbstgerechtigkeit und zudem eine Unverschämtheit.

Machen Sie es sich doch bitte nicht so einfach. Lernen Sie, präziser zu denken. Einstellungen wie die Ihre sind ein wirkliches Problem der Gesellschaft. Amen.

REP von http://reifeentwicklungsprozess.heim.at
 
16.03.2009 20:21
Abschließende Antwort für "Marc Bollmann":

Die meisten Politiker und so manche Fachleute, etc... wollen unbedingt an die Macht. Doch sie sollten, wenn sie die Macht (Führung) erhalten, dann auch die dazugehörige Verantwortung tragen! Und sich nicht nur sehr gut dafür bezahlen lassen!

Wer führt, entscheidet was andere dann ausbaden müssen! Das ist sehr verantwortungsvoll!

Wer führt stellt sich über seine Mitmenschen und trägt somit Verantwortung! Verantwortung besonders auch für wehrlose Menschen.

Aus wehrlosen Menschen werden oftmals psychisch schwer verletzte Menschen. Aus psychisch schwer verletzen Menschen werden oftmals Monster! So wie die Amokläufer! Gezüchtet zumeist durch die Ungemäßigtheit deren menschlichen (gesellschaftlichen) Umfeldes.

Im Auftrag des REP v. R.

REP von http://reifeentwicklungsprozess.heim.at
 
13.03.2009 20:07
Antwort für "Marc Bollmann":


Generell: "Spiegelt nicht die Auffassungsart, die Gedankenwelt des Auffassers wieder? Oder anders gesagt, ist der Schelm nicht so wie er denkt (auffasst)?"

Sind Sie verletzt oder spielen Sie ein schmutziges (eigennütziges) Spielchen oder...?

Aufgezeigt bzw. geschildert wurde ein "unreifer" Zustand aus dem aktuellen Zeitfenster!

Was genau meinen Sie mit Ihrer Kritik! Bitte erklären Sie sich! Danke!

Zum Thema "Gut und Böse" siehe den alten Teilauszug aus dem Archiv:
Kapitel 6 auf der Seite http://reifeentwicklungsprozess.heim.at/Seite4.htm

Im Auftrag des REP v. R.

Pol e Mike
12.03.2009 18:13
Solange junge Menschen immer mehr in die Enge getrieben werden,

zunehmend sinnlose regeln und Gesetze das Leben einengen, wird es immer mehr geben, die dann wie die Ratte aus der Ecke, der Gesellschaft ins GEsicht springen.

Marc Bollmann
13.03.2009 14:29

"immer mehr in die Enge getrieben werden"? Sind es denn "immer mehr", die in die Enge getrieben werden?

Pracesi
 
12.03.2009 18:03
Interessant ist, dass bei allen Amokläufen üblicherweise betont wird, dass der Täter "völlig unauffällig" war bis dahin.

Hier müsste die Umgebung, und das heißt wir alle, lernen richtig hinzuschauen: Gerade die extreme Zurückgezogenheit, das anhaltende Absondern von sämtlichen anderen Menschen ist extrem auffällig und oft auch gefährlich, weil dadurch eine paranoide Umweltwahrnehmung gefördert wird. Bei einigen späteren Amokläufern ist die primäre Ursache für den Rückzug eine intrinsische psychiatrische Erkrankung wie z.B. Schizophrenie im Fall von Dendermonde. Im jetzigen Fall wird dzt. über eine abgebrochene Behandlung wegen Depressionen gesprochen. Ganz gleich was später diesbezüglich noch rauskommt, klar ist das dass Abkoppeln von der Umwelt immer als ein Warnsignal gelten sollte, dass ohne Gegensteuern im Extrem zu Suizid oder/und Amoktaten führen kann.

Galgenvogel
12.03.2009 17:54
http://oe1.orf.at/inforadio... 03574.html

im standard forum sind wohl nur wahrsager... Wieso wird unser Land eigentlich von solchen Lebensformen "geleitet"?

Zorgor d.S.
12.03.2009 17:26

"Er ist nie auffällig gewesen".

Merkel betet für die Opfer .....

mögen sie besser auffallen!

Gregor2702
12.03.2009 15:51
Soviel ich weiß

sind die armen Menschen von einer reellen Waffe aus einer Menschenhand erschossen worden, nicht mit einem Gamecontroller....
Für mich wäre klar wo der Hebel anzusetzen wäre...

instant karma
13.03.2009 11:21

Gewaltspiele und Gewaltpornos können zu Verlust der Empathiefähigkeit führen. Besonders dann, wenn exzessiv konsumiert wird.
Neurologen haben die Auswirkungen untersucht und kommen zu klaren Ergebnissen. Das Gehirn passt seine Verarbeitungsstrategien an und schützt sich gegen die Flut von Gewalt und Pornogaphie durch Abstumpfung.
Es wird allerdings ein ganzes Konglomerat von Ursachen sein, das zu Amokläufen führt. Im Fall des Amoklaufs von Winnenden wird inzwischen auch von Frauenhass als eines der Motive gesprochen. Nach Aussagen von Zeugen soll er in der Schule gezielt gegen Mädchen vorgegangen sein und nicht einfach wahllos geschossen haben.
Bis jetzt Spekulationen, die aber angesichts der Opfer nicht von der Hand zu weisen sind.

FRUFRU1
12.03.2009 17:16

Sehr richtig! Amokläufe können auch in Zukunft nicht verhindert werden. Auch deswegen, weil über die Beweggründe der Tat immer nur Vermutungen angestellt werden können. Aber allein die technische "Errungenschaft" (man bemerke den Sarkasmus) ein (oder mehrere) Leben mit nur einer einzigen Fingerbewegung auszulöschen, führen zu Ausmaßen, die man sich in früheren Formen des menschlichen Zusammenlebens wahrscheinlich nicht einmal vorstellen konnte.

ScroogeMcDuck
12.03.2009 14:14

eins versteh ich nicht. es sollte sich doch langsam bei amokläufern herumgesprochen haben, dass die wahrscheinlichkeit für sie so eine tat zu überleben gen null geht.
was hat man also von dieser viel gelüsteten rache, wenn man diese nicht wirklich auskosten kann? ist ja nix wert dann. wenn man weiß, dass man sooderso draufgeht, ists nicht nur intelligenter für andere sondern auch im eigenen interesse besser, den anderen eins auszuwischen indem man sich einfach selbst abzumurkst, und so die anderen (zumindest potentiell) sich selbst für den rest deren leben mit selbstzweifeln ob einer etwaigen mitschuld überlässt?
da wär letzteres doch wesentlich effektiver.

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Posting 1 bis 25 von 1986

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