Swiss 2008 mit etwas weniger Gewinn

11. März 2009, 10:25
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Hohe Treibstoffpreise und Wechselkurse belasten Ergebnis - Geschäftsreisen leiden unter Krise

Zürich - Die Swiss, Tochter der Deutschen Lufthansa, ist im vergangenen Jahr zwar weiter gewachsen, hat aber etwas weniger verdient. Der operative Überschuss beträgt immer noch gut eine halbe Milliarde.

Der Betriebsertrag kletterte um 7,6 Prozent auf 5,267 Mrd. Franken (3,59 Mrd. Euro). Der Betriebsgewinn (EBIT) sank hingegen um 6,5 Prozent auf 507 Mio. Franken. Schuld am Rückgang seien die hohen Treibstoffpreise, die in den ersten neun Monaten aufs Resultat gedrückt hätten, gab die Swiss am Mittwoch bekannt. Zudem hätten ungünstige Fremdwährungsentwicklungen das Ergebnis belastet.

Ab Herbst bekam die Swiss die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren. Im vierten Quartal habe sich die Nachfrage deutlich abgeschwächt - zuerst im Frachtgeschäft, dann auch im Passagierverkehr. Der Betriebsertrag ging leicht von 1,305 Mrd. auf 1,295 Mrd. Franken zurück.

Geringere Auslastung

Die Auslastung der Flugzeuge sei gesunken und es habe ein leichtes Minus beim Betriebsertrag resultiert, nachdem die Swiss in den ersten neun Monaten noch ein Plus von 10,6 Prozent erzielt gehabt habe. Entlastung hätten die seit Herbst deutlich billigeren Treibstoffpreise gebracht, hieß es weiter.

Der EBIT kletterte im Schlussquartal von 80 Mio. auf 118 Mio. Franken, weil das Vorjahresquartal durch Rückstellungen und Neubewertungen von Bilanzpositionen belastet worden war.

"2008 war für die Swiss insgesamt ein gutes Jahr", erklärte Swiss-Chef Christoph Franz in der Pressemitteilung. Die Fluggesellschaft sei profitabel und deutlich stärker gewachsen als der Markt. Damit konnte die Swiss an die erfolgreichen letzten Jahre anknüpfen.  (APA/sda)

Allerdings sind die Aussichten trübe: Die Geschäftsentwicklung von Oktober bis Dezember habe einen Vorgeschmack auf 2009 gegeben, erklärte Franz: "Der branchenweite Einbruch von 23,2 Prozent bei den Frachtvolumen im Jänner 2009 zeigt die Dimension der Wirtschaftskrise."

Zunehmend leide auch das Passagiergeschäft, insbesondere bei den Geschäftsreisen. Im Februar musste die Swiss im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang von 4 Prozent bei den Passagierzahlen hinnehmen. Die Fluggesellschaft reagiert auf die Marktschwäche und fährt ihr Angebot zurück. So wurden Flugfrequenzen reduziert oder kleinere Flugzeuge eingesetzt.

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