Verhinderung der Machtübernahme der Taliban als Mindestziel

11. März 2009, 10:23
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Robert Gates ruft NATO zu mehr Engagement auf

Washington - US-Verteidigungsminister Robert Gates hat die Verhinderung einer erneuten Machtübernahme der Taliban als Mindestziel der USA in Afghanistan formuliert. "Ich würde sagen, dass im Mindestmaß die Aufgabe darin besteht, die Taliban von einer erneuten Machtübernahme von einer demokratisch gewählten Regierung in Afghanistan abzuhalten", sagte Gates am Dienstag (Ortszeit) in einem Interview mit dem Radiosender NPR. Dadurch solle auch verhindert werden, dass Afghanistan sich erneut in einen sicheren Rückzugsort für das Terror-Netzwerk Al-Kaida und andere Extremisten verwandele.

Der Minister rief die NATO-Partner zu verstärktem Engagement am Hindukusch auf. Er gehe davon aus, dass sie zusätzliche Truppen stellen würden, um während der für August geplanten Präsidentschaftswahl in Afghanistan die Sicherheit zu garantieren, sagte Gates. Er sei sich aber nicht sicher, ob die Truppenaufstockung der NATO-Partner längerfristig gelte.

Ziviler Aufbau vorrangig

Daher rief Gates die Verbündeten auf, ihre Anstrengungen beim zivilen Wiederaufbau in Afghanistan zu verstärken, "ob es nun Landwirtschaftsfachleute sind oder Leute, die beim Regieren, bei der wirtschaftlichen Entwicklung und so weiter beraten können".

Zu den von US-Präsident Barack Obama jüngst geäußerten Überlegungen, das Gespräch mit gemäßigten Taliban zu suchen, wollte Gates sich nicht äußern. Diese Frage werde sich klären, wenn die US-Regierung Ende des Monats ihre neue Afghanistan-Strategie vorlege, sagte der Minister. Fest steht bereits, dass die USA zusätzlich zu ihren derzeit 38.000 Soldaten in Afghanistan 17.000 weitere dorthin entsenden wollen. (APA/AFP)

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