Telekomzulieferer Ascom wieder mit schwarzen Zahlen

11. März 2009, 09:20
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2009 sollen Marktanteile steigen und Übernahmechancen genutzt werden

Der Schweizer Telekomzulieferer Ascom ist 2008 trotz Wirtschaftskrise in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Das Unternehmen erzielte einen kleinen Reingewinn von 8,2 Mio. Franken (5,59 Mio. Euro), nach einem Verlust von 48,1 Mio. Franken im Vorjahr. Der Reingewinn der fortgeführten Geschäfte belief sich auf 32,7 Mio. Franken. Der Umsatz nahm um 3,8 Prozent auf 509,2 Mio. Franken zu, wie Ascom am Mittwoch mitteilte. Die größere Zurückhaltung der Kunden ließ den Auftragseingang hingegen um 6,2 Prozent auf 511,9 Mio. Franken schrumpfen.

Investitionsprogramm planmäßig umgesetzt

Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 44,0 Mio. Franken, nach einem Fehlbetrag von 16,1 Mio. Franken im Jahr zuvor. Ascom nennt die "strikte und planmäßige" Umsetzung des im November 2007 angekündigten Investitionsprogramms "Vitesse" als wesentlichen Grund für das positive Resultat. Ascom hat im November vergangenen Jahres sein Devestitionsprogramm abgeschlossen. Betrieb und Verkauf der vier verkauften Bereiche belasteten die Konzernrechnung mit insgesamt 24,5 Mio. Franken.

Marktanteile steigern

Keine Angaben machte Ascom in der Pressemitteilung zur Gewinnverwendung. Das Unternehmen hatte die letzten zwei Jahre auf die Entrichtung einer Dividende verzichtet. Für 2009 hat sich Ascom zum Ziel gesetzt, Marktanteile zu gewinnen und Übernahmechancen zu nutzen. Ascom verfügte per Ende 2008 über eine Nettoliquidität von 182,6 Mio. Franken, die Eigenkapitalquote lag bei 33 Prozent.

Mittelfristig will Ascom eine EBIT-Marge von 10 Prozent erreichen, nennt jedoch keinen Zeithorizont. Bisher sollte diese Marke 2010 erreicht werden. 2008 betrug die EBIT-Marge 8,2 Prozent. (APA/sda)

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