Oldie Okabe wieder ganz oben

10. März 2009, 22:49
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Japaner schaffte in Kuopio ersten Tagessieg nach über elf Jahren - Österreicher diesmal nicht ganz im Vorderfeld, Loitzl als Bester Achter

Kuopio - Takanobu Okabe ist seit Dienstagabend der älteste Weltcupsieger der Skisprung-Geschichte: Mit 38 Jahren und über 4 Monaten gewann der Japaner die Konkurrenz in Kuopio - sein erster Tagessieg nach über elf Jahren. Okabe verwies den Schweizer Simon Ammann und den Polen Adam Malysz auf die Plätze. Für die Österreicher blieben diesmal nur die Ränge acht bis zehn durch Wolfgang Loitzl, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer.

Schlierenzauer, der zuletzt in Lahti schon seinen elften Saisonsieg gefeiert hat, musste sich mit Sprüngen auf 116,5 und 118 Metern mit Rang zehn begnügen. Im Gesamt-Weltcup verkürzte damit sein erster Verfolger Ammann den Rückstand um 50 Zähler auf 200 Punkte.

"Da sieht man, dass es im Alter gar nicht so abwärts geht", meinte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner in Bezug auf Okabe lachend. Die Japaner, die dank ihres finnischen Trainers oft in Kuopio trainieren, und die Lokalmatadore selbst kamen mit den wechselnden Bedingungen am besten zurecht. Pointner:"Ich freue mich unheimlich für Okabe. Er ist sehr gut gesprungen."

In nach wie vor prächtiger Verfassung präsentierte sich aber auch Ammann, der damit gezeigt hat, dass er in den ausständigen vier Einzelbewerben in Lillehammer am Freitag, Vikersund (Sonntag) sowie zwei Konkurrenzen in Planica (20. und 22.3.) noch um den Weltcup kämpfen wird. "Bevor der Gregor die Kugel nicht in der Hand hat, ist gar nichts fix", weiß auch Pointner. Nun geht es nun nach Lillehammer, wo die Österreicher in der Saisonvorbereitung sehr viel trainiert haben. Der Bakken dort liegt den Adlern.

Wichtig für Schlierenzauer sei es, nicht die Ruhe zu verlieren. Zwar habe Österreichs Weltcup-Leader keine zwei perfekten Sprünge gezeigt, aber doch im zweiten die Nerven behalten und den Rückstand in Grenzen gehalten. Der 19-Jährige verbesserte sich vom 17. auf den zehnten Rang. Besonders erfreut war Pointner vom noch 16-jährigen Junioren-Weltmeister Lukas Müller. Der Kärntner holte in seinem erst zweiten Weltcup-Bewerb als 28. seine ersten drei Punkte. "Er ist eine Erfrischung für das Team, es ist toll, dass er auf dieser schwierigen Schanze seine ersten Punkte geholt hat", so Pointner. Müller wird auch am Freitag in Lillehammer noch dabei sein.

 

 

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