Jazzrhythmen und europäische Alltagsgeschichten

10. März 2009, 18:25
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Es gibt im Grazer Filmzentrum - im Rechbauerkino - ein Leben vor und nach der Diagonale

Am Donnerstag startet die viertägige Reihe des Medienvereins Mac Guffin, in der Jazzrhythmen und ihre Übersetzung in Filmsprache gefeiert werden. Dass der erste Tonspielfilm ausgerechnet "The Jazz Singer" hieß, kann für die Organisatoren von Eyes on Jazz nämlich kein Zufall sein. Beweise gibt es in Dokus, Musik- und Spielfilmen aus 89 Jahren. Zum Entdecken oder Wiedersehen flimmern unter anderem "Blue Note" (USA 1997), "The Rat Pack Live at the Sands" (1966), "Les Stances à Sophie" (F 1971) oder - Achtung, Cassavetes-Fans! - "Shadows" (USA 1959) über die Leinwand. Der älteste der gezeigten Filme hat auf den ersten Blick nicht zwingend etwas mit Jazz zu tun: "Das Cabinet des Dr. Caligari"

(D 1920). Doch Jazz-Legende Berndt Luef und Esquise vertonen das gruselige Doppelleben des Mannes live.

Schon heute (und ab 26. März jeden letzten Donnerstag im Monat) wird das Rechbauerkino zum Cinema Europe: Filme aus der EU über Menschen, die abseits von Brüssel ihr Leben meistern. Etwa der gemobbte schwedische Bub Oscar oder der spanische Architekt Felix. (cms, DER STANDARD/Printausgabe, 11.03.2009)

>> Rechbauerkino: "Cinema Europe" eröffnet heute mit "Du bist nicht allein" (E 2004). 20.00
>> Eröffnung "Eyes on Jazz" mit Berndt Luef und "Dr. Caligari" am 12. 3. 20.00

  • Stumm ließ Caligari sein Publikum 1920 erschaudern. Nicht als Erster vertont ihn jetzt Jazzer Berndt Luef.
    f.: cinema

    Stumm ließ Caligari sein Publikum 1920 erschaudern. Nicht als Erster vertont ihn jetzt Jazzer Berndt Luef.

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