Neuer Staatspreis für Chancengleichheit in der Forschung

10. März 2009, 18:28
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Geringer Repräsentation von Frauen in der Forschung soll mit Staatspreis entgegengewirkt werden

"Es ist ökonomisch dumm, auf die Ideen und das Engagement der Hälfte der Bevölkerung zu verzichten", stellte Infrastrukturministerin Doris Bures in Hinblick auf die nach wie vor geringe Repräsentation von Frauen in Forschung und Entwicklung fest. Und stellte vergangenen Donnerstag gemeinsam mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gleich eine neue Maßnahme für die Förderung von Wissenschafterinnen und Forscherinnen vor: Heuer vergibt das Infrastrukturministerium erstmals einen Staatspreis für Chancengleichheit in Forschung und Entwicklung.

Jeweils mit 10.000 Euro dotiert

An der Ausschreibung, die von 23. März bis 22. Juni 2009 läuft, können Unternehmen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen teilnehmen, die sich durch frauenfördernde Maßnahmen auszeichnen. Sechs Preise, jeweils mit 10.000 Euro dotiert, sollen in verschiedenen Kategorien vergeben werden.

Während 45 Prozent der Erwerbstätigen Frauen sind, ist nur jeder fünfte Wissenschafter weiblich. Den geringsten Frauenanteil weist mit 12 Prozent der Unternehmenssektor (der größte Bereich, wo F&E durchgeführt wird) auf, im Hochschulsektor sind es immerhin 31 Prozent. (kri, DER STANDARD, Rrint, 11.3.2009)

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