Mieses Wetter stoppt Abfahrts-Training

10. März 2009, 15:24
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Wind und Nebel sorgten für Abbruch des Testlaufs, der nun am Mittwoch vor der finalen Abfahrt in Aare fortgesetzt werden soll - Zweites Damen-Training gestrichen

Aare - Wegen Nebel und Wind hat am Dienstag das geplante Training der Herren für die finale Weltcup-Abfahrt am Mittwoch in Aare nach 14 Läufern abgebrochen werden müssen. Trotz stundenlangen Zuwartens konnte der um 9.30 Uhr gestartete Zeitlauf nicht fortgesetzt werden, die restlichen Läufer sollen nun Mittwochfrüh ab 8.15 Uhr über die Strecke gehen, das Rennen ist für 12.30 Uhr angesetzt. Auch das Damen-Training fiel aus, da Lindsey Vonn und Co. aber bereits am Montag trainiert haben, steht dem Bewerb am Mittwoch ab 9.30 Uhr nichts im Wege.

Langes Warten

Michael Walchhofer, der mit 75 Punkten Vorsprung auf Klaus Kröll in die Entscheidung um die kleine Kristallkugel geht, hatte als einziger ÖSV-Fahrer und mit Startnummer 14 als letzter Rennläufer an diesem Tag überhaupt den Trainingslauf absolviert. Allerdings bei schon sehr schlechter Sicht und mit einem Torfehler. "Da war aber ein Fahrfehler auch dabei", sagte der Salzburger, der noch lange im Zielraum auf die Fortsetzung des Trainings wartete.

Walchhofer, der sich zurücklehnen könnte, da er bei einem Ausfall des Rennens seine dritte kleine Kristallkugel in der Abfahrt entgegennehmen wird, hofft allerdings trotzdem auf gutes Wetter und einen Bewerb. "Ich möchte am Saisonende schon noch einmal ein gutes Ergebnis runterbringen und werde natürlich auf Sieg fahren", meinte der 33-Jährige, der sich auf keinen Fall auf eine taktische Spielerei einlassen wolle, da dies sowieso meistens daneben gehe.

Natürlich denkt Walchhofer aber schon etwas an die dritte Kugel, mit der er zu Stephan Eberharter aufschließen würde. "Steff ist einer der größten Abfahrter aller Zeiten", sagte Walchhofer, der aus dem Stegreif weiß, dass sein Landsmann 18 Weltcupsiege zu Buche stehen hat, während er es auf bisher 11 brachte. "Aber dafür ist er nicht Weltmeister", meinte Walchhofer mit einem Schmunzeln.

Eberharter, der Franzose Luc Alphand und der Schweizer Franz Heinzer haben jeweils drei Kristallkugeln in der Abfahrt geholt, Spitzenreiter ist Franz Klammer mit fünf. Doch das passierte vor jener Zeit, als sich Walchhoher mit dem Skisport beschäftigte. "An die Klammer-Zeit kann ich mich nicht erinnern. Ich habe als Kind nicht viel geschaut, das erste, das ich wirklich noch weiß, ist der Olympiasieg von Bill Johnson." 1984 während der Spiele in Sarajewo war Walchhofer fast neun Jahre alt.

Im Gegensatz zu Walchhofer und dem Schweizer Didier Cuche, der noch um den Gesamtweltcup kämpft, müssen u.a. die Österreicher Kröll, Benjamin Raich und Hermann Maier am Mittwoch zweimal über die Piste. Schnellster im Training am Dienstag war der Südtiroler Werner Heel vor dem Kanadier Robbie Dixon und seinem Landsmann Christof Innerhofer. Cuche war Fünfter. (APA)

 

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    Michael Walchhofer voll konzentriert bei der Sache.

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