Jean Prouvé im Hofmobiliendepot

10. März 2009, 14:51
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Ausstellung "Die Poetik des technischen Objekts" mit mehr als 50 Möbelstücken des Design- und Architekturpioniers

Wien - Massive Stuhlbeine und Bauelemente zum Recyceln: Der französische Designer und Architekt Jean Prouve wollte keine formalistischen Experimente, sondern zeigen, "was das Material denkt". Unter dem Titel "Die Poetik des technischen Objekts" stellt das Hofmobiliendepot ab morgen, Mittwoch, bis 21. Juni mehr als 50 Möbel, Architekturmodelle und Originalzeichnungen einer der wichtigsten Designerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts aus.

"Ästhetik und Technik, Kreatives und Technisches hat Jean Prouve in seinem Werk zusammengedacht - darum auch der etwas sperrige Titel der Ausstellung", so Co-Kurator Mathias Schwartz-Clauss bei der heutigen Presseführung. Dem Kunstschmied Jean Prouve ging es um Funktionalität, Mobilität und Praktikabilität seiner Arbeiten. Sichtlich amüsiert erinnerte sich seine ebenfalls anwesende Tochter an das ständige Sesselwippen ihres Vaters. "Wenn der Stuhl zusammenbricht, ist er kein guter Stuhl", habe er immer als Begründung angegeben.

Nicht nur schön und effizient, sondern auch preisgünstig sollten die Arbeiten des Künstlers sein. Beinahe ironisch, dass ein Paar Prouve-Türen bei einer Sotheby's-Versteigerung im Jahre 2004 680.000 Dollar erzielte. Der Hype unter den Design-Experten - auch "Prouvemania" genannt - soll mit der Schau im Hofmobiliendepot auf ein breiteres Publikum ausgeweitet werden.

Gezeigt werden unter anderem Objekte aus der legendären Möbelkollektion für die Cite Universitaire de Nancy, Architekturmodelle seiner berühmtesten Bauten wie dem Pavillon zur Hundertjahrfeier für einen Aluminium-Hersteller in Paris sowie Architekturelemente und Originalzeichnungen. (APA)

Ab Mittwoch

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