Finnisches Architekturmuseum zeigt steirische Architekturen

10. März 2009, 14:48
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Ausstellung "Sense of Architecture" ab 13. März - Bauten in ihrem alltäglichen Gebrauch

Graz - Gegenwartsarchitektur in und aus der Steiermark in 46 konkreten Beispielen zeigt die Schau "Sense of Architecture" ab Freitag (13. März) im finnischen Architekturmuseum Helsinki. Die von Charlotte Pöchhacker kuratierte und Alexander Kada gestaltete Ausstellung setzt auf filmische Vermittlung und hat zuletzt im Rahmen der Architekturbiennale in Venedig 12.000 Besucher angelockt. Die Schau ist bis zum 31. Mai zu sehen.

Steirische Ideen

"Sense of Architecture" hat sich zu einem wichtigen Kulturbotschafter der Steiermark entwickelt. Helsinki ist mittlerweile - nach Berlin, Belgrad, Budapest und Venedig - der fünfte Schauplatz der Ausstellung, die aktuelle steirische Architekturideen ins rechte Licht zu rücken versucht. Die vorgestellten Bauten reichen von Riegler/Riewes Wohnanlage "Casa nostra" (1992, Graz) über Konrad Freys Kindergarten in Pachern (1997), Markus Pernthalers "Helmut List Halle" (2002), dem Kunsthaus Graz von Cook/ Fournier (2003) bis zur Sonderschule Schwechat (fasch & fuchs, 2006).

Alltagsakustik

Quietschende Räder, Gemurmel, säuselnder Wind, Vogelgezwitscher sind zu hören, wenn man den von Klaus Kada multiperspektivisch gestalteten Projektionsraum betritt: In ihm werden auf drei Projektionsflächen in Form von wenige Minuten langen Filmen insgesamt 46 seit Beginn der 1990er-Jahre realisierte Bauten vorstellt. Die Geräusche kommen aus gerichteten Lautsprechern und geben die Alltagsakustik in und um die Gebäude wieder, die Heinz Emingholz "porträtiert" hat. Dabei hat der Professor für experimentelle Filmgestaltung an der Universität Berlin völlig auf erläuternde Kommentare verzichtet. Zu hören ist nur, was während des Drehs am Schauplatz zu hören war - alltägliche Geräusche.

Wahrnehmung

Charlotte Pöchhackers Ausstellungskonzept sieht vor, die Architektur in ihrem alltäglichen Gebrauch zu zeigen. Wir wollen die Wahrnehmung von Architektur wieder an die Erfahrung des alltäglichen Lebens heranführen", so die Kuratorin im Vorfeld der Eröffnung. (APA)

  • Wolfgang Tschapeller, Friedrich W. Schöffauer: District Commissioner's Office, Murau 2002, zu sehen im finnischen Architekturmuseum Helsinki.
    foto: heinz emigholz

    Wolfgang Tschapeller, Friedrich W. Schöffauer: District Commissioner's Office, Murau 2002, zu sehen im finnischen Architekturmuseum Helsinki.

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