Schulpsychologen bleiben rar

10. März 2009, 13:51
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Angekündigte 30 zusätzliche Schulpsychologen kommen doch nicht - Trotzdem soll psychologische Betreuung verbessert werden

Wien - Die von Unterrichtsministerin Claudia Schmied im Rahmen eines Fünf-Punkte-Programms gegen Gewalt an Schulen im vergangenen Herbst in Aussicht gestellten 30 zusätzlichen Schulpsychologen werden nicht kommen. Und zwar aufgrund des Stellenplans des Beamtenministeriums, "das mussten wir zur Kenntnis nehmen", bestätigte ein Sprecher Schmieds einen Bericht der "Salzburger Nachrichten" von Dienstag. Die vorgesehenen Ressourcen für die Schulpsychologen sollen allerdings dennoch für die Verbesserung der psychologischen Betreuung zur Verfügung gestellt werden.

Fünf-Punkte-Programm gegen Gewalt

Schmied hatte im November vergangenen Jahres im Rahmen des ersten "Anti-Gewalt-Gipfels" ein Fünf-Punkte-Programm gegen Gewalt an Schulen präsentiert. Dieses umfasste eine Aus- und Weiterbildungsoffensive bei Pflichtschullehrern, mehr Programme zur Gewaltprävention, Verhaltensvereinbarungen an allen Schulen, ein jährliches Vernetzungstreffen aller mit Gewaltprävention befasster Akteure sowie 20 Prozent mehr Schulpsychologen ab 2009.

Nun ist die geplante Aufstockung der Schulpsychologen von 150 auf 180 Personen im Dienststellenplan nicht vorgesehen. Die dafür vorgesehenen Ressourcen sollen aber dennoch bereitgestellt werden, etwa für eine bessere Kooperation mit Sozialarbeit, Vereinen, Beratungsstellen etc., sagte der Sprecher Schmieds. Unter anderem dafür würde die geplante Ausweitung der Unterrichtsverpflichtung der Lehrer benötigt. (APA)

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    Die geplante Aufstockung der Schulpsychologen von 150 auf 180 Personen ist im Dienststellenplan nicht mehr vorgesehen.

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